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Prozess um Burg Rheinfels fällt vorerst aus

Sankt Goar  

Prozess um Burg Rheinfels fällt vorerst aus

18.10.2018, 15:26 Uhr | dpa

Prozess um Burg Rheinfels fällt vorerst aus. Blick auf das Gemäuer der Ruine Burg Rheinfels

Blick auf das Gemäuer der Ruine Burg Rheinfels am Rhein. Foto: Uwe Anspach/Archiv (Quelle: dpa)

Die mündliche Verhandlung im Rechtsstreit zwischen dem Chef des Hauses Hohenzollern und dem Land Rheinland-Pfalz um die Burg Rheinfels fällt zunächst aus. "Der Termin am 25. Oktober ist aufgehoben worden", sagte ein Sprecher des Landgerichts Koblenz am Donnerstag. Grund sei eine Erkrankung des Vorsitzenden Richters. Ein neuer Termin ist laut dem Sprecher noch nicht bestimmt.

Georg Friedrich Prinz von Preußen fordert die Burg Rheinfels hoch über St. Goar gegenüber dem Loreley-Felsen zurück. Der Ururenkel des letzten deutschen Kaisers Wilhelm II. hat Klage gegen Rheinland-Pfalz und das Romantik Hotel Schloss Rheinfels eingereicht.

Laut dem Stadtbürgermeister von St. Goar, Horst Vogt (CDU), wäre ein Verlust der riesigen Burgruine dramatisch: Land, Stadt und Hotelier hätten hier Millionen investiert. Der Berliner Anwalt des Prinzen, Markus Hennig, sagte am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur, er wollte sich vor der mündlichen Verhandlung nicht zu der Klage äußern.

Der Rechtsstreit ist komplex. Das Haus Hohenzollern besaß die Burg seit dem 19. Jahrhundert. Sein heutiger Chef beruft sich laut dem rheinland-pfälzischen Kulturministerium auf eine sogenannte Rückauflassungsvormerkung im Grundbuch für die Preußische Krongutsverwaltung von 1924, als die Stadt St. Goar aus ihrer Sicht Eigentümerin der Burg wurde. Die Krongutsverwaltung kümmerte sich um das Vermögen des preußischen Königshauses nach dessen Beschlagnahme. Der Prinz sieht sich laut Ministerium als ihr Rechtsnachfolger. Eine Rückauflassungsvormerkung kann in bestimmten Fällen eine Rückübertragung eines Grundstücks an einen Alteigentümer ermöglichen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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