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Pharma-Skandal: Landesamt-Chef verliert Kompetenzen

Potsdam  

Pharma-Skandal: Landesamt-Chef verliert Kompetenzen

19.10.2018, 11:58 Uhr | dpa

Pharma-Skandal: Landesamt-Chef verliert Kompetenzen. Lunapharm Deutschland GmbH

Das Gebäude der Lunapharm Deutschland GmbH. Foto: Patrick Pleul/Archiv (Quelle: dpa)

Als Konsequenz des Arzneimittel-Skandals verliert der Präsident des Landesamtes für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG), Detlev Mohr, einen Teil seiner Kompetenzen. "Für den Bereich Gesundheit wird er nicht mehr verantwortlich sein", sagte Brandenburgs Gesundheitsministerin Susanna Karawanskij (Linke) der "Märkischen Allgemeinen" (Freitag). Mohr behalte jedoch sein Amt.

Landesbehörden sollen das Unternehmen Lunapharm nur unzureichend überwacht haben, dem ein schwunghafter Handel mit in Griechenland gestohlenen Krebsmedikamenten vorgeworfen wird. Die Potsdamer Staatsanwaltschaft ermittelt wegen gewerbsmäßiger Hehlerei. Der Pharma-Skandal kostete letztlich die frühere Gesundheitsministerin Diana Golze (Linke) das Amt.

In Zukunft wird laut Karawanskij eine Stabsstelle im Landesamt für den Bereich Gesundheit sowie für die Aufklärung des Arzneimittel-Skandals zuständig sein. Sie werde dem Ministerium unterstehen und die Leitung werde direktes Vortragsrecht bei Staatssekretär Andreas Büttner haben, kündigte die Ministerin an.

Im Gesundheitsausschuss des Landtages hatte Landesamts-Präsident Mohr jede persönliche Verantwortung von sich gewiesen. Er sei lange Zeit gar nicht oder nicht ausreichend über den Fall informiert worden, sagte er. Die Dramatik der Zusammenhänge habe sich ihm deshalb nicht erschlossen. Karawanskij rechtfertigte ihre Entscheidung, Mohr im Amt des Präsidenten zu belassen. Sie halte nichts von Schnellschüssen und jeder habe eine zweite Chance verdient.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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