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Bauhaus-Vorsitzender kritisiert Konzert-Absage in Dessau

Dessau-Roßlau  

Bauhaus-Vorsitzender kritisiert Konzert-Absage in Dessau

20.10.2018, 09:52 Uhr | dpa

Bauhaus-Vorsitzender kritisiert Konzert-Absage in Dessau. Klaus Lederer

Klaus Lederer (DIE LINKE), Kultursenator von Berlin. Foto: Christoph Soeder/Archiv (Quelle: dpa)

Der diesjährige Vorsitzende des Bauhaus Verbundes, Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke), hat die Absage eines Konzerts der linken Punkband Feine Sahne Fischfilet durch das Bauhaus Dessau kritisiert.

Er widerspreche entschieden den Äußerungen der dortigen Stiftung, das Bauhaus sei ein "bewusst unpolitischer Ort", schreibt Lederer in einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Brief an die Mitglieder des Museumsverbundes. Die Kunstschule fordere nach ihren eigenen Erfahrungen in der Nazi-Zeit und der DDR zu einer klaren Haltung gegen alle Einschüchterungsversuche auf.

Das Bauhaus Dessau hatte ein vom ZDF dort geplantes Konzert der Punkband am 6. November abgelehnt, nachdem rechte Gruppierungen im Internet zum Protest gegen den Auftritt der linken Musiker aufgerufen hatten. Man wolle kein Austragungsort politischer Agitation und Aggression werden, hieß es.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sagte der "Berliner Zeitung" (Samstag), es sei ein "fatales Zeichen", wenn der Druck der rechten Szene kulturelle Angebote unterbinde. Der Stiftungsrat werde sich intensiv mit dem Thema befassen müssen.

Auch Lederer betonte, die Mobilisierung gegen das Konzert sollte als Angriff auf die Kunstfreiheit verstanden werden. "Wir können und wollen die politischen Wurzeln des Bauhauses nicht einfach ignorieren", schrieb er. "Lassen Sie uns also das 100-jährige Jubiläum nutzen, um mit Selbstvertrauen für Kultur und Demokratie einzustehen!"

Zu dem Bauhaus Verbund haben sich die drei Bauhaus-Standorte Weimar, Dessau und Berlin mit zahlreichen Bundesländern und der Bundesregierung zusammengeschlossen, um das Jubiläum zum 100-jährigen Bestehen der weltberühmten Designschule 2019 gemeinsam auszurichten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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