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Prozess um Miesbacherer Amigo-Affäre hat begonnen

Miesbach  

Prozess um Miesbacherer Amigo-Affäre hat begonnen

24.10.2018, 02:13 Uhr | dpa

Prozess um Miesbacherer Amigo-Affäre hat begonnen. Statue der Justitia

Eine Statue der Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: David Ebener/Archiv (Quelle: dpa)

Es sind schwere Vorwürfe: kostspielige Reisen, teure Geschenke und dubiose Spenden - vor dem Landgericht München II hat am Mittwoch der Prozess um die sogenannte Miesbacher Amigo-Affäre begonnen. Der einstige Miesbacher CSU-Landrat Jakob Kreidl, der frühere Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee, Georg Bromme und zwei weitere Angeklagte müssen sich wegen Untreue sowie Vorteilsnahme beziehungsweise Vorteilsgewährung verantworten.

Die Angeklagten hätten dabei "in zahlreichen Fällen" zu ihrem eigenen Vorteil gehandelt, sagte Staatsanwalt Jürgen Rohrmüller in seiner Anklage. Durch die Taten sei der Sparkasse ein Schaden von mindestens 1,25 Millionen Euro entstanden.

Bromme werden 68 Fälle von Untreue, zudem Vorteilsgewährung, Bestechung und Steuerhinterziehung zur Last gelegt. Kreidl wirft die Anklage 17 Fälle von Untreue in Tateinheit mit zehn Fällen der Vorteilsnahme vor, bei den beiden anderen geht es unter anderem um acht beziehungsweise neun Fälle von Untreue.

Etwa finanzierte die Kreissparkasse zu einem Großteil eine üppige Geburtstagsfete zu Kreidls 60. Geburtstag sowie eine Party zum 70. Geburtstag eines anderen kommunalen Wahlbeamten. Die Sparkasse steuerte laut Anklage jeweils einen fünfstelligen Betrag bei. Ferner geht es um Immobilienkäufe, Reisen und teure Renovierungen von Amtsräumen im Landratsamt. Die Ertragslage der Bank habe in der Folge großzügigen Sponsorings und anderer Ausgaben spätestens von 2009 bis 2012 deutlich unter der anderer Sparkassen des Verbandes gelegen, sagte Rohrmüller.

Ursprünglich richtete sich die Anklage gegen sieben Männer. In zwei Fällen wurden inzwischen Strafbefehle beantragt, in einem Fall wurde die Anklage gegen Geldauflage eingestellt. Das Verfahren ist auf 21 Tage angesetzt, zunächst bis zum 30. Januar.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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