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Reste einer Ziegelei in Überresten der Burg Linowe

Trittau  

Reste einer Ziegelei in Überresten der Burg Linowe

26.10.2018, 12:16 Uhr | dpa

Archäologen sind bei Ausgrabungen in der mittelalterlichen Raubritterburg Linowe im Kreis Herzogtum Lauenburg überraschend auf die Reste einer Ziegelei gestoßen. "Die Ziegelei muss innerhalb der vergangenen 200 Jahre in der Ruine entstanden sein", sagte Grabungsleiter Eicke Siegloff. Es habe bereits mündliche Überlieferungen gegeben, dass in der Burg in jüngerer Vergangenheit Ziegel gebrannt worden seien.

Die Ruine in Linau sticht laut Archäologischem Landesamt nicht nur wegen ihres rund 6000 Quadratmeter großen Areals, sondern auch wegen ihres steinernen Bergfrieds unter den 350 bekannten Wehranlagen in Schleswig-Holstein heraus. Er war nicht mehr als zehn Meter hoch. Überwiegend handelt es sich im Norden dagegen um sogenannte Turmhügelburgen, bei denen aus Holz errichtete Wehrtürme auf von Gräben umgebenen Erdhügeln standen.

Bei Grabungen an dem noch vorhandenen Steinfundament der Burg Linowe stellten die Archäologen fest, dass ein Drittel von dem Fundamentring fehlt. Der Durchbruch sei für die Vorderfront einer Ziegelei genutzt worden, sagte Siegloff. "Man hat den Innenraum dieses Turm-Fundamentes als Brennraum benutzt, um dort Ziegel zu brennen." Die Kuppel der Brennkammer fanden die Forscher zwar nicht. "Sie scheint abgebaut zu sein. Aber wir haben einen Ziegel-Fußboden gefunden." Möglicherweise wurde die Ziegelei genutzt, um Ziegel für neue Gebäude nach einem Brand in dem Ort zu fertigen, den es 1872 gegeben haben soll.

Die 1308 gebaute Burg selbst wurde nur für kurze Zeit genutzt. "Wir wissen sehr genau, dass sie zwischen dem 8. und dem 29. September 1349 belagert worden ist von einem Bündnis von den Städten Lübeck und Hamburg mit Hilfe von drei holsteinischen Herzögen", sagte Siegloff. "Und da ist die Burg zerstört worden, endgültig."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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