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Minister drückt bei Reform der Hebammenausbildung aufs Tempo

Düsseldorf  

Minister drückt bei Reform der Hebammenausbildung aufs Tempo

29.10.2018, 06:31 Uhr | dpa

Minister drückt bei Reform der Hebammenausbildung aufs Tempo. Hebamme hört die Herztöne eines Babys ab

Eine Hebamme hört die Herztöne eines Babys ab. Foto: Uli Deck/Archiv (Quelle: dpa)

Nordrhein-Westfalens Arbeitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) drückt bei der geplanten Reform der Hebammenausbildung aufs Tempo. Das Arbeitsministerium setze sich beim Bund nachdrücklich dafür ein, zeitnah die flächendeckende Einrichtung von Studiengängen für Hebammen zu ermöglichen, heißt es in einem Bericht des Ministers an den Gesundheitsausschuss. Das Thema steht dort am Mittwoch auf der Tagesordnung. Nach Einschätzung von Experten und Verbänden herrscht in NRW Hebammenmangel.

An der Hochschule für Gesundheit in Bochum gebe es bereits einen Modellstudiengang für Hebammenkunde, in dem bis zum Ende des vergangenen Jahres 84 Hebammen ausgebildet wurden, erläuterte Laumann. Nach den dort gewonnenen Erkenntnissen stünde einem Regelangebot an weiteren Standorten in NRW nichts entgegen. Dafür fehle aber noch die bundesrechtliche Grundlage.

Bisher absolvierten Hebammen vorrangig eine dreijährige Ausbildung. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will jedoch, dass der Beruf künftig in einem Studium erlernt wird, in dem neben theoretischer Ausbildung an den Hochschulen auch praktische Einsätze in Kreißsälen und Neugeborenenstationen eine große Rolle spielen sollen. Damit will die Bundesregierung eine EU-Vorgabe umsetzen. Der Deutsche Hebammenverband begrüßt die Pläne. Deutschland sei mittlerweile das letzte EU-Land, in dem Hebammen noch nicht an Hochschulen ausgebildet werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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