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Langer Sommer und Atlantis retten Saison am leeren Edersee

Edertal  

Langer Sommer und Atlantis retten Saison am leeren Edersee

03.11.2018, 08:35 Uhr | dpa

Langer Sommer und Atlantis retten Saison am leeren Edersee. Am Edersee

Spaziergänger und Touristen gehen über die Aseler Brücke. Foto: Boris Roessler/Archiv (Quelle: dpa)

Dank Atlantis-Ruinen und langem Sommer hat der Tourismus am nordhessischen Edersee die Trockenheit gut überstanden. Im laufenden Jahr seien sogar mehr Besucher in die Ferienregion gekommen als 2017, sagte Claus Günther, Geschäftsführer der Edersee Touristic: "Wir haben teilweise Zuwächse von bis zu zehn Prozent." Dies zeigen die Ankunfts- und Übernachtungszahlen der ersten acht Monate des Jahres.

Das sei trotz "schwieriger Situation ein überraschend gutes Ergebnis", erklärte Günther. Eigentlich hatten Hotels, Gastronomen und Wassersportler Schlimmes befürchtet. Nachdem der See im Mai voll war, hatte er sich durch die Trockenheit schnell geleert. Nun ist so wenig Wasser im See wie seit 15 Jahren nicht mehr. Der Füllstand lag zuletzt bei zehn Prozent. "Die Segelvereine und Hobbysegler haben in diesem Sommer am meisten einbüßen müssen, viele Regatten sind ausgefallen, Segelsport war ab Mitte Juli nur eingeschränkt möglich."

Doch die gewerblichen Wassersportanbieter seien mit der Sommersaison durchaus zufrieden. Denn die Touristen kamen. Laut dem Landesamt für Statistik melden die größeren Beherbergungsbetriebe in den Edersee-Gemeinden Zuwächse: 25 000 Gäste kamen bis Ende August beispielsweise nach Edertal (plus 12,6 Prozent), 67 000 Übernachtungen wurden registriert (plus sieben Prozent). In Vöhl waren es 59 000 Gäste (plus 9,1 Prozent) und 182 000 Übernachtungen (plus 5,6 Prozent). Generell gibt es in der Ferienregion pro Jahr rund 700 000 Übernachtungen und drei bis vier Millionen Tagesgäste.

Dass die Saison am Edersee gut lief, liegt laut Günther am sonnigen Wetter: "Wir hatten ein halbes Jahr am Stück Sommer." Auch das Edersee-Atlantis - die nur bei Niedrigwasser sichtbaren Ruinen verlassener Dörfer - trug zum Erfolg bei. Durch die Trockenheit tauchten Bauwerke auf, die sehr selten zu sehen sind wie ein Minimodell der Edersee-Staumauer. Die Ruinen litten aber unter dem Besucheransturm. "Einige Touristen, die die Stellen besuchen, nehmen Steine mit", sagt Uwe Neuschäfer vom Förderverein Dorfstelle Berich.

Der Verein versucht, jedes Jahr einen Teil der Mauern zu rekonstruieren. In diesem Jahr sei wieder der Grundriss eines Hauses in 50 Zentimetern Höhe aufgebaut worden. Vom Besucheransturm auf die Ruinen hat der Verein wenig: Die Mittel der Ehrenamtlichen seien nach wie vor zu knapp. 10 000 Euro koste die Sanierung pro Gebäude. 2500 Euro bringt der Verein auf, der Rest muss über Spenden reinkommen. Daher sind von 30 Häusern erst vier aufgebaut.

Die Wasserabgabe aus dem Stausee sichert die Schifffahrt auf der Weser. Sie bleibt trotz der erfolgreichen Saison ein Politikum. "Unsere Marke ist der Edersee", sagte Günther und appellierte an den Bund: "Die Kunst besteht darin, intelligent und vorausschauend die Wasserabgabe so zu steuern, dass wir Ende April einen vollen See haben."

Die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt des Bundes will weiter an kleinen Stellschrauben drehen: In diesem Winter soll ein Probebetrieb der Staumauer erfolgen, bei der die Mindestabgabe von Wasser aus dem See verringert wird. Zudem wolle man die bisherigen Versuche auswerten, bei denen der Weser über einen längeren Zeitraum ein geringerer Wasserstand zur Verfügung gestellt wurde. "Darüber hinaus prüfen wir immer auch, ob es weiteres Optimierungspotenzial gibt", sagte eine Sprecherin.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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