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Von wegen alte Töpfe: Archäologie will aktuell relevant sein

Mainz  

Von wegen alte Töpfe: Archäologie will aktuell relevant sein

03.11.2018, 19:00 Uhr | dpa

Von wegen alte Töpfe: Archäologie will aktuell relevant sein. Die neue Generaldirektorin des RGZM in Mainz, Alexandra Busch

Die neue Generaldirektorin des RGZM, Alexandra Busch, steht vor einer Fotogalerie ihrer Vorgänger. Foto: RGZM-Mainz-Fotowerkstatt/Archiv (Quelle: dpa)

Archäologische Forschung will angesichts globaler Herausforderungen einen wesentlichen Beitrag zu einem besseren Verständnis des Menschen leisten - mit diesem Anspruch hat die neue Generaldirektorin des Mainzer Forschungsmuseums RGZM, Alexandra Busch, ihr Amt angetreten. Es sei ein "irriger Glaube, Archäologie sei verstaubt, würde sich vor allem mit alten Töpfen beschäftigen und habe nichts beizutragen zu aktuellen Debatten", sagte die Wissenschaftlerin am Samstag in Mainz. "Dem ist nicht so."

In einer "postfaktischen Zeit" müsse Wissenschaft lauter, politischer und im gesellschaftlichen Leben präsenter werden, forderte die neue Chefin des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (RGZM). Die 43-jährige Archäologin ist Nachfolgerin von Falko Daim, der sich Ende Februar in den Ruhestand verabschiedet hatte.

Mit der Berufung Buschs beginne eine neue Ära für das zweitgrößte archäologische Forschungsinstitut in Deutschland, sagte der rheinland-pfälzische Wissenschaftsminister Konrad Wolf (SPD). Größte außeruniversitäre Einrichtung des Fachs ist das Deutsche Archäologische Institut (DAI) in Berlin.

Die Experten am RGZM sind international gefragt, wenn es um die Restaurierung kostbarer Funde geht. So befestigten sie etwa den Bart der goldenen Totenmaske von Pharao Tutanchamun (um 1330 v. Chr.), der sich 2014 bei Reinigungsarbeiten im Ägyptischen Museum in Kairo gelöst hatte. Zuletzt restaurierten die RGZM-Werkstätten in Mainz die auf einem Acker in Bulgarien vergrabene goldene Halskette der byzantinischen Prinzessin Maria-Irene aus dem 10. Jahrhundert für eine Ausstellung im Pariser Louvre.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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