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Mietnomaden sorgen immer wieder für Ärger

Mainz  

Mietnomaden sorgen immer wieder für Ärger

07.11.2018, 07:41 Uhr | dpa

Mietnomaden sorgen immer wieder für Ärger. Mehrfamilienhaus

Ein Mehrfamilienhaus. Foto: Thomas Frey/Archiv (Quelle: dpa)

Mietrückstände und teils verwüstete Wohnungen - immer wieder haben Vermieter mit betrügerischen Mietern zu tun. In Rheinland-Pfalz gab es deshalb im vergangenen Jahr 2473 Aufträge für eine Zwangsräumung und damit etwas mehr als im Vorjahr, als es 2426 Aufträge waren. Das geht aus einer Antwort des Justizministeriums auf eine Anfrage aus der CDU-Landtagsfraktion hervor. Wie viele Räumungen tatsächlich stattfanden, zurückgenommen oder eingestellt wurden, ist nicht statistisch erfasst.

Nach Einschätzung der Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus und Grund Rheinland-Pfalz trifft Mietnomadentum vor allem private Vermieter mit nur wenigen Wohnungen hart. Oft hätten die Kleinvermieter ohnehin wenige Einnahmen im Jahr, sagte Verbandsdirektor Ralf Schönfeld. Das bewege sich manchmal im vierstelligen oder niedrigen fünfstelligen Bereich. "Wenn bei so jemandem ein halbes Jahr mal die Miete ausfällt, kann es schnell ans Eingemachte gehen." Zumal die Betroffenen in vielen Fällen noch auf Reparaturkosten sitzenblieben.

Um Ärger zu vermeiden, riet Schönfeld, genau auf die Bewerber für eine Wohnung zu schauen. Ratsam sei eine Solvenzprüfung. Außerdem könne man den Bewerber bitten, sein aktuelles Einkommen nachzuweisen. Dabei sollte der Vermieter nicht nur auf einen Monat schauen, betonte Schönfeld. Auch ein persönliche Gespräch zum Kennenlernen sei wichtig. Dabei dürfe sich der Vermieter nicht unter Druck setzen lassen, wenn der andere auf eine schnelle Entscheidung poche. Mit diesen Maßnahmen könne das Risiko minimiert werden, auf einen Mietnomaden hereinzufallen. "Ganz vermeiden können Sie es leider nie."

Landet doch ein betrügerischer Mieter in der Wohnung, könne der Vermieter zwar formal Schadensersatzansprüche bei einem Gericht geltend machen, sagte der Verbandsdirektor. "Aber damit haben sie noch kein Geld." Der Knackpunkt sei, dass oft nichts zu holen sei. Problematisch werde es außerdem, wenn ein Mietnomade untertauche.

Bis ein Vermieter einen Mietnomaden vor die Tür setzen kann, geht laut Schönfeld oft viel Zeit ins Land. "Es ist nicht so, Sie gehen zum Gericht und eine Woche später ist der draußen." Neben dem Gang zum Gericht kämen beispielsweise Räumungsfristen hinzu, die eingehalten werden müssten. "Ein halbes Jahr ist auf jeden Fall ruckzuck 'rum."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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