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Landesweites Gedenken zum 80. Jahrestag der Pogromnacht

Offenburg  

Landesweites Gedenken zum 80. Jahrestag der Pogromnacht

08.11.2018, 06:41 Uhr | dpa

Landesweites Gedenken zum 80. Jahrestag der Pogromnacht. Kerzen sind in Stern-Form aufgestellt

Vor einer Synagoge brennen Kerzen in Form eines Sterns. Foto: Stefan Puchner/Archiv (Quelle: dpa)

Zum 80. Jahrestag der Pogromnacht wird auch im Südwesten an zahlreichen Orten der Opfer gedacht. Der 9. November 1938 markiert eine Zäsur in der Politik des NS-Regimes. Nationalsozialisten zündeten Synagogen in ganz Deutschland an und begannen mit der von ihnen geplanten systematischen Vernichtung des jüdisches Volkes.

In Offenburg wollen am Freitagvormittag mehr als 500 Neuntklässler die Stolpersteine der Stadt polieren. Sie erinnern unter anderem an 70 jüdische Männer, die organisierte Sturmtrupps von SA und SS in Offenburg verhafteten und ins Konzentrationslager Dachau bringen ließen. Die Schüler sind für die Putzaktion vom Unterricht freigestellt. Organisiert hat sie das Bündnis "Aufstehen gegen Rassismus", das die Gedenksteine auch in einer App in einer länderübergreifenden Karte verortet hat.

In Tübingen sind ebenfalls Schüler an einer Gedenkfeier beteiligt. Sie tragen an den jeweiligen Stolpersteinen Biografien der Opfer vor und richten gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und Mitgliedern der Israelitischen Religionsgemeinschaft den Blick auf gegenwärtige Formen von Judenfeindlichkeit. In Ravensburg gibt es einen Gedenkgang zu ehemaligen jüdischen Geschäften. Danach präsentiert der Journalist Dirk Polzin erstmals einen Beitrag, den er aus Gesprächen mit Zeitzeugen in Oberschwaben erarbeitet hat.

"Leider erheben sich heute wieder Antisemitismus, Rassismus, Ausgrenzung und menschenverachtendes Sprechen. In den Köpfen, in den Gedanken, mit der Sprache fängt es an. In der Geschichtsvergessenheit geht es weiter. Der 9. November mahnt uns: Nie wieder!", sagte der evangelische Landesbischof Frank Otfried July im Vorfeld.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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