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Evangelische Kirche sieht Antisemitismus als Gotteslästerung

Würzburg  

Evangelische Kirche sieht Antisemitismus als Gotteslästerung

08.11.2018, 13:56 Uhr | dpa

Evangelische Kirche sieht Antisemitismus als Gotteslästerung. Heinrich Bedford-Strohm

Heinrich Bedford-Strohm, Vorsitzender des Rates der Evangelischen Kirche (EKD), steht in der Schlosskirche. Foto: Sebastian Willnow/Archiv (Quelle: dpa)

80 Jahre nach der Pogromnacht in Nazi-Deutschland hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) jede Form von Antisemitismus verurteilt. "Die Bilder von zerstörten Synagogen und verwüsteten jüdischen Geschäften haben sich in das kollektive Gedächtnis unseres Landes eingebrannt", erklärte die EKD am Donnerstag. "Die Reichspogromnacht gehört für immer zur Erinnerungskultur unseres Landes." Dabei sei Antisemitismus kein Phänomen von gestern. "Der Anschlag in Pittsburgh, antisemitische Vorfälle in Deutschland sowie die unverminderte Hetze gegen Jüdinnen und Juden im Netz zeigen: Es ist heute weiterhin nötig, allen Formen von Judenfeindschaft und Antisemitismus entgegenzutreten."

Christlicher Glaube und Judenfeindschaft schlössen einander aus, betonte die evangelische Kirche. "Antisemitismus ist Gotteslästerung." In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 steckten Nationalsozialisten in ganz Deutschland Synagogen, jüdische Geschäfte und Wohnungen in Brand und misshandelten, verschleppten und ermordeten jüdische Bürger.

Am Donnerstagabend wollten die höchsten Vertreter der evangelischen und katholischen Kirche sowie der Juden in Deutschland gemeinsam der Opfer der Pogromnacht vor 80 Jahren gedenken. Dazu werden der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, der EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, in Würzburg Grußworte sprechen und im Anschluss zusammen beten. Bei der Gedenkfeier am Platz der ehemaligen Würzburger Hauptsynagoge soll auch ein Kranz niedergelegt werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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