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Merkel warnt vor wachsendem Judenhass in Deutschland

Berlin  

Merkel warnt vor wachsendem Judenhass in Deutschland

09.11.2018, 13:13 Uhr | dpa

Merkel warnt vor wachsendem Judenhass in Deutschland. Angela Merkel gedenkt der Pogromnacht 1938

Angela Merkel bei der Gedenkveranstaltung vom Zentralrat der Juden in Deutschland zum 80. Jahrestag der Pogromnacht. Foto: Michael Kappeler (Quelle: dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat vor zunehmendem Judenhass in Deutschland gewarnt und ein entschlossenes Vorgehen gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung angemahnt. "Es gibt in Deutschland wieder blühendes jüdisches Leben", sagte die CDU-Politikerin am Freitag in Berlin bei einer Gedenkstunde zum 80. Jahrestag der Pogromnacht der Nazis. "Doch zugleich erleben wir einen besorgniserregenden Antisemitismus, der jüdisches Leben in unserem Land und an anderen sicher geglaubten Orten der Welt bedroht." Dieser Antisemitismus entlade sich zunehmend offen in teils ungehemmter Hetze im Internet wie auch im öffentlichen Raum.

"Leider haben wir uns beinahe daran gewöhnt, dass jede jüdische Einrichtung (...) von der Polizei bewacht oder besonders beschützt werden muss", so Merkel. "Aber wir erschrecken uns über Angriffe auf Menschen, die eine Kippa tragen, und stehen fassungslos vor dem rechtsradikal motivierten Angriff auf ein jüdisches Restaurant im August dieses Jahres in Chemnitz." Diese Form antisemitischer Straftaten wecke "schlimme Erinnerungen an den Beginn der Judenverfolgung in den 30er Jahren", sagte die Kanzlerin.

Jeder sei gefordert, die Grundwerte des Grundgesetzes zu verteidigen. "Der Staat muss entschlossen und konsequent gegen Verunglimpfung, Ausgrenzung, Antisemitismus, Rassismus und Rechtsradikalismus vorgehen", sagte Merkel. "Ebenso muss der Staat konsequent handeln, wenn Hass auf Juden und Hass auf Israel, verbal und nonverbal, von in unserem Lande lebenden Menschen ausgeht, die von einem anderen religiösen und kulturellen Hintergrund geprägt worden sind."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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