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Igel suchen sich ungewöhnlich spät ihr Winterquartier

Wetzlar  

Igel suchen sich ungewöhnlich spät ihr Winterquartier

19.11.2018, 05:21 Uhr | dpa

Igel suchen sich ungewöhnlich spät ihr Winterquartier. Ein Igel läuft durch Laub

Ein Igel läuft durch einen Garten. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archiv (Quelle: dpa)

Normalerweise sollten sie es sich schon unter einem großen Laubhaufen gemütlich gemacht haben und tief schlafen - in diesem Jahr sind die Igel aber noch im späten November aktiv. Der extrem lange Sommer sei der Grund dafür, erklärte Experte Berthold Langenhorst vom Naturschutzbund (NABU) Hessen. Die kleinen Stachelhäuter hätten im Sommer nicht genug Nahrung gefunden, um sich ausreichend Fettreserven für den Winterschlaf anzufuttern. "Der Igel mag zum Beispiel gerne Regenwürmer. Ohne Regen gab es für ihn aber auch nicht viele Regenwürmer zu essen", sagte Langenhorst.

Der Herbst dieses Jahres hingegen bringe den Tieren reichlich Futtermöglichkeiten, sagte der Experte. Die Igel könnten sich von den vielen Insekten ernähren, die aufgrund der warmen Temperaturen noch unterwegs seien. Wenn es kälter wird und die Bodentemperaturen unter Null sinken, ziehen sich die Elterntiere zurück. In der Regel würden die schon Anfang November ihren Winterschlaf halten - anders als in diesem Jahr.

Als letztes verkröchen sich die jungen Igel. Für sie heiße es derzeit: "Futtern was das Zeug hält", sagte der Experte. Denn ein Jungtier sollte wenigstens 500 Gramm wiegen, um den Winter aus eigener Kraft zu überstehen. "Deswegen ist es auch überhaupt nicht ungewöhnlich, dass die jungen Igel jetzt auch tagsüber herumlaufen", sagte Langenhorst. Die Nächte alleine würden für die Futtersuche einfach nicht ausreichen.

Erst mit einem größeren Kälteeinbruch besteht für untergewichtige oder herumirrende Tiere Gefahr. Bis zum Spätherbst haben die Tierchen Zeit, ihr Mindestgewicht zu erreichen, dann müssen auch sie sich ein Versteck für ihren Winterschlaf suchen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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