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Niedrigwasser zeigt Dringlichkeit der Rhein-Vertiefung

Mainz  

Niedrigwasser zeigt Dringlichkeit der Rhein-Vertiefung

20.11.2018, 07:10 Uhr | dpa

Niedrigwasser zeigt Dringlichkeit der Rhein-Vertiefung. Niedrigwasser im Rhein

Ein Ausflugsschiff fährt bei Niedrigwasser an Sandbänken rund um die Burg Pfalzgrafenstein vorbei. Foto: Boris Roessler/Archiv (Quelle: dpa)

Das Niedrigwasser und die damit verbundene Knappheit an Benzin und Diesel zeigt nach Einschätzung des rheinland-pfälzischen Verkehrsministeriums die Dringlichkeit einer Vertiefung des Rheins. "Grundsätzlich besteht derzeit keine Produktionsknappheit, sondern eine Transportknappheit durch das Niedrigwasser des Rheins", teilte das Ministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Mainz mit. Dies mache bewusst, "wie hoch die Bedeutung der Bundeswasserstraßen für unsere Infrastruktur ist".

Die Transportleistung auf dem Strom sei enorm, allerdings sei die Fahrrinne teilweise nicht tief genug - etwa am Mittelrhein. Das schränke die Transportkapazität schon bei normalem Pegelstein ein.

Nichtsdestotrotz schiebe der zuständige Bund die Vertiefung, die Teil des Bundesverkehrswegeplans 2030 ist, auf die lange Bank. "Der Bund muss dafür sorgen, dass der Rhein als Transportweg leistungsfähig bleibt", appellierte das Mainzer Ministerium in Richtung Berlin.

Am Wochenende hatte der Bundesverband Freier Tankstellen von Versorgungsschwierigkeiten in einigen Regionen Deutschlands gesprochen - darunter Rheinland-Pfalz. Das Verkehrsministerium in Mainz spricht von vereinzelten Nachschubproblemen an Tankstellen. Von einer "flächendeckenden Knappheit" könne keine Rede sein. "Bund und Länder beobachten aber durchaus die Situation und sind regelmäßig miteinander in Gesprächen."

Zuletzt hatte auch Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) Abhilfe versprochen, ohne Details zu nennen. Schon vor Wochen hatte das Bundeswirtschaftsministerium größere Mengen Benzin, Diesel und Kerosin aus der nationalen Ölreserve freigegeben. Zudem wurde stellenweise das Sonn- und Feiertagsfahrverbot für Tankwagen aufgehoben. Die Mineralölwirtschaft macht vor allem den niedrigen Rheinpegel für die Engpässe verantwortlich. Tankschiffe könnten nur halb so viel oder weniger Benzin und Diesel transportieren.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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