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Vergewaltigung und Kindesmissbrauch: 39-Jähriger schweigt

Kiel  

Vergewaltigung und Kindesmissbrauch: 39-Jähriger schweigt

07.12.2018, 01:52 Uhr | dpa

Vergewaltigung und Kindesmissbrauch: 39-Jähriger schweigt. Die Statue Justitia

Die Statue Justitia hält eine Waage in ihrer Hand. Foto: Peter Steffen/Archiv (Quelle: dpa)

Wegen Vergewaltigung seiner Lebensgefährtin sowie schwerem sexuellen Missbrauch seiner Tochter muss sich seit Freitag ein 39-jähriger Mann aus Padenstedt (Kreis Rendsburg-Eckernförde) vor dem Kieler Landgericht verantworten. Staatsanwältin Barbara Gradl-Matusek klagte zu Prozessbeginn drei Fälle aus den Jahren 2017 und 2018 an. Im letzten Fall blieb es demnach beim Versuch.

In den beiden ersten Fällen aus dem Jahr 2017 vergewaltigte der Mann demnach zunächst seine Lebensgefährtin. Zu einem anderen Zeitpunkt des Jahres soll er sich an seiner damals elfjährigen Tochter vergangen haben. Der Tatvorwurf in diesem Fall lautet auf schweren sexuellen Kindesmissbrauch.

In ihrer Anklage legt die Staatsanwältin dem 39-Jährigen besonders erniedrigende sexuelle Praktiken zur Last. Im dritten Fall 2018 konnte seine Tochter den sexuellen Übergriff erfolgreich abwehren, unter anderem indem sie sich ein Kissen vor den Kopf hielt. Das traumatisierte Mädchen ist Nebenklägerin und in psychologischer Betreuung.

Der 39-Jährige, der zum Prozessstart sein Gesicht hinter einem aufgeschlagenen Aktenordner verbarg, sitzt seit Mitte des Jahres in Untersuchungshaft. Er will sich vor Gericht weder zu seiner Person noch zu den Vorwürfen äußern, erklärte einer seiner Verteidiger.

Der Fall flog offenbar auf, als sich das Mädchen einer Freundin offenbarte. Die Jugendkammer hat für das Verfahren sieben Verhandlungstage anberaumt. Das Urteil könnte demnach am 18. Januar verkündet werden. Zum Schutz der Persönlichkeitsrechte von Opfern und mutmaßlichem Täter soll der Prozess weitgehend unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. Vergewaltigung wird mit Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren bestraft. Für schweren Kindesmissbrauch drohen mindestens zwei Jahre Haft.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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