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Umfrage: Jeder dritte Urlauber akzeptiert Obergrenzen

Kempten (Allgäu)  

Umfrage: Jeder dritte Urlauber akzeptiert Obergrenzen

22.12.2018, 09:13 Uhr | dpa

Jeder dritte deutsche Urlauber akzeptiert nach einer Umfrage Besucherobergrenzen für überlaufene touristische Attraktionen. Dies ist eines der Ergebnisse einer Untersuchung der Tourismusexperten der Hochschule in Kempten. Die Forscher wollten wissen, wie die Urlauber selbst mit dem sogenannten Overtourism (Übertourismus) umgehen, der derzeit zu den großen Themen der Reiseindustrie zählt.

Der Begriff bezieht sich darauf, dass durch Massentourismus wie in Venedig, Barcelona oder Amsterdam Konflikte zwischen Gästen und Einheimischen entstehen. Einige Städte setzen nun auf Maßnahmen, um die Zahl der Urlauber zu beschränken. Auch in Bayern wird an einzelnen Orten das Problem gesehen, dass die Zahl der Gäste über ein vertretbares Maß hinaus steigt.

Bei der Entwicklung der Tourismuskonzepte müssten sich die Verantwortlichen künftig "auch mit der bisher ausgeblendeten Frage" nach einer Grenze des Wachstums beschäftigen, sagte Professor Alfred Bauer von der Allgäuer Hochschule. "Ein besonderer Fokus muss neben der Zufriedenheit der Gäste viel stärker als heute auf die Toleranz/-grenze der Bevölkerung gerichtet werden."

In der Befragung von 1973 Menschen wollten die Forscher auch wissen, welche deutschen Orte mit Massentourismus in Verbindung gebracht werden. Neben den Großstädten Berlin (35 Prozent), München (22 Prozent) und Hamburg (18 Prozent) rangierte auch Schloss Neuschwanstein mit 16 Prozent auf einem der Spitzenplätze.

Nur ein geringer Teil der Studienteilnehmer gab an, wegen der Entwicklung ganz auf Urlaub verzichten zu wollen. Fast jeder zweite sagte aber, eventuell lieber in der Nebensaison wegfahren zu wollen. Ein Viertel der Befragten würde auch auf andere Ziele umschwenken, um Menschenmassen zu vermeiden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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