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Strobl für Abschiebestopp für gut integrierte Flüchtlinge

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Strobl für Abschiebestopp für gut integrierte Flüchtlinge

10.01.2019, 17:15 Uhr | dpa

Strobl für Abschiebestopp für gut integrierte Flüchtlinge. Thomas Strobl (CDU)

Thomas Strobl (CDU), Innenminister von Baden-Württemberg, ist für ein Abschiebestopp für gut integrierte Geflüchtete. Foto: M. Murat/Archiv (Quelle: dpa)

Innenminister Thomas Strobl (CDU) hat sich offen für die Duldung gut integrierter, aber abgelehnter Asylbewerber gezeigt. Es gebe bereits auf Bundesebene einen entsprechenden Gesetzesentwurf für Migranten, die einen Job haben, aber deren Asylantrag abgelehnt wurde, sagte Strobl der "Schwäbischen Zeitung" (Freitag). "Das wird in einer überschaubaren Zeit kommen - deshalb liegt es nahe, dass wir uns bereits über diese Personen Gedanken machen." Da könne es darum gehen, dass die, die bereits arbeiten und schon die Voraussetzungen der künftigen Regelung zur Duldung von Beschäftigten erfüllen, solange nicht abgeschoben werden, bis das Gesetz tatsächlich in Kraft tritt. Eine solche Lösung nehme pragmatisch die Belange der Wirtschaft auf, sagte Strobl.

Strobl reagierte damit auf eine Forderung des grünen Integrationsministers Manne Lucha (Grüne). Lucha hatte sich in der "Schwäbischen Zeitung" dafür ausgesprochen, Abschiebungen gut integrierter Asylbewerber auszusetzen, bis das neue Einwanderungsgesetz in Kraft tritt. Die Bundesregierung hatte vor Weihnachten ein Einwanderungsgesetz beschlossen, das 2020 in Kraft treten soll. Auch abgelehnte Asylbewerber sollen damit ein Bleiberecht bekommen können, wenn sie in Deutschland eine Arbeitsstelle haben.

Strobl warnte jedoch davor, jedem Flüchtling mit einem Job den Aufenthalt in Deutschland zu ermöglichen: "Aus einer Arbeit entsteht nicht automatisch ein Bleiberecht. Wenn das gelten würde, hätten wir den vollen Spurwechsel. Damit würde es keine Möglichkeit geben, Zuwanderung sinnvoll zu steuern und zu begrenzen." Forderungen nach einem "Spurwechsel" von abgelehnten Asylbewerbern in den Arbeitsmarkt hatte Strobl in der Vergangenheit wiederholt strikt abgelehnt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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