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Brexit erschwert Beschäftigung von Londoner Bankern

Frankfurt am Main  

Brexit erschwert Beschäftigung von Londoner Bankern

11.01.2019, 12:46 Uhr | dpa

Brexit erschwert Beschäftigung von Londoner Bankern. Skyline Frankfurt

Wolken sind hinter der abendlichen Bankenskyline im Zentrum von Frankfurt am Main zu sehen. Foto: Boris Roessler/Archiv (Quelle: dpa)

Ein ungeordneter EU-Austritt Großbritanniens würde die Beschäftigung von Londoner Bankern in Deutschland nach Einschätzung eines Arbeitsrechtlers deutlich erschweren. "Ein Brexit ohne Abkommen würde viele Banken vor ein erhebliches Problem stellen: Die Frage ist dann, ob Arbeitnehmer aus London überhaupt einfach so nach Deutschland kommen dürfen, um in der neu gegründeten deutschen AG des Instituts ihren Job anzutreten", sagte Anwalt Hans-Peter Löw von der Kanzlei Allen & Overy am Freitag in Frankfurt.

Diese Mitarbeiter bräuchten nicht nur eine Aufenthaltserlaubnis, sondern auch eine Arbeitserlaubnis. Und bevor diese ausgestellt wird, müssen die deutschen Behörden prüfen, ob nicht auch ein Arbeitnehmer aus Deutschland oder einem anderen EU-Staat die Stelle antreten könnte. "Da gibt es noch keine Übergangsregelung für Brexit-Banker", warnte Löw.

Um wie viele Mitarbeiter es genau gehen würde, bezifferte Löw nicht, betonte aber: "Es ist weit verbreitet, dass Banken aus UK, die Geschäft nach Deutschland verlagern wollen, wichtige Funktionen in Frankfurt mit Mitarbeitern aus London besetzen wollen - zumindest für eine Übergangszeit."

Banken brauchen für Dienstleistungen wie Einlagen- und Kreditgeschäft in der Europäischen Union rechtlich selbstständige Tochtergesellschaften in einem EU-Staat. Der Brexit zwingt viele Institute, sich zumindest teilweise neu aufzustellen. Etwa 30 Geldhäuser haben eine neue Lizenz für Frankfurt beantragt.

Nach Löws Einschätzung sind die meisten Banken gut auf den für Ende März erwarteten britischen EU-Austritt vorbereitet. "Die Verträge zur Übertragung auf eine deutsche Rechtseinheit sind ausverhandelt, jetzt geht es darum, wann das scharfgeschaltet wird", sagte der Anwalt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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