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Grüne fordern Aktionsplan gegen Homophobie und Transphobie

München  

Grüne fordern Aktionsplan gegen Homophobie und Transphobie

14.01.2019, 12:24 Uhr | dpa

Grüne fordern Aktionsplan gegen Homophobie und Transphobie. Tessa Ganserer

Tessa Ganserer (Bündnis 90/Die Grünen) spricht auf einer Pressekonferenz im bayerischen Landtag. Foto: Matthias Balk (Quelle: dpa)

Die Grünen im bayerischen Landtag fordern von der Staatsregierung einen Aktionsplan für Vielfalt gegen Homophobie und Transphobie. "Bayern ist das einzige Bundesland, das keinen solchen Aktionsplan erstellt hat", sagte die Landtagsabgeordnete Tessa Ganserer am Montag in München. Trotz aller Fortschritte seien Trans- und Intersexuelle sowie Nonbinäre, also Personen, die sich weder als Mann noch als Frau fühlen, noch immer von Alltagsdiskriminierung und Beleidigungen betroffen. "Wir brauchen einen Aktionsplan sowie entsprechende staatliche Programme und gezielte Präventionsmaßnahmen, um die Akzeptanz von Trans- und Intersexuellen und allen queeren Menschen zu fördern", betonte sie.

Die Staatsregierung müsse sich gegenüber dem Bund auch dafür einsetzen, dass das Transsexuellengesetz aus dem Jahr 1980 schnell durch ein Gesetz zur selbstbestimmten Geschlechtsfestlegung ersetzt werde. Die bislang geforderte psychologische Zwangsbegutachtung sei verletzend, so Ganserer. Darüber hinaus sei es wichtig, dass es in Bayern auch Leitlinien für den Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt im öffentlichen Dienst gebe. Für einen diskriminierungsfreien Umgang werde es nicht ausreichen, bei Stellenausschreibungen die dritte Option neben männlich und weiblich zu ermöglichen.

Ganserer hatte erst zum Jahresende öffentlich erklärt, dass sie transident lebt und fortan als Frau angesprochen und behandelt werden will. 2013 war sie erstmals in den Landtag eingezogen, damals noch als Markus Ganserer. "Ich mach' das nicht zum Spaß und habe mir das auch nicht ausgesucht", betonte Ganserer. Sie habe sich nicht bewusst entschieden, eine Frau zu sein. Gleichwohl definiere sie sich nun als Frau, weil sie wisse, "dass ich selbst eine Frau bin". Sie betonte, dass sie keine Kraft mehr habe, ihre weibliche Identität zu verstecken, und sich wünsche, dass dies von Medien und anderen Menschen voll akzeptiert werde.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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