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Schneechaos: Minister besuchen betroffene Orte

Balderschwang  

Schneechaos: Minister besuchen betroffene Orte

14.01.2019, 17:08 Uhr | dpa

Schneechaos: Minister besuchen betroffene Orte. Hans Reichhart besucht Balderschwang

Hans Reichhart (M, CSU), bayerischer Bauminister besucht Balderschwang und spricht mit Helfern. Foto: Benjamin Liss (Quelle: dpa)

Schnee, Wind und auch Regen: Zu Beginn der neuen Woche hat das Wetter die Einsatzkräfte in Bayern erneut gefordert. Tausende Helfer schaufelten auch am Montag auf Dächern, um die Schneelast herunterzubringen. Noch immer galt in fünf Landkreisen in Oberbayern teilweise der Katastrophenfall. Neben rund 1500 Soldaten der Bundeswehr unterstützten am Montag auch 230 Beamte der Bundespolizei die Helfer in den verschneiten Gebieten.

"Das ist ein Signal, dass man in einer solchen Situation einfach zusammensteht", sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer, begleitet von seinem bayerischen Kollegen Joachim Herrmann (beide CSU), am Montag bei einem Treffen mit Rettungs- und Hilfskräften in Berchtesgaden. Die Unterstützung laufe "ganz hervorragend". Bauminister Hans Reichhart (CSU) fuhr ins schwäbische Balderschwang.

Am Montag schneite es in Teilen Bayerns wieder heftig. Am Nachmittag fielen etwa im Berchtesgadener Ortteil Buchenhöhe auf knapp 1000 Metern Höhe stündlich an die zehn Zentimeter Schnee. Die Zufahrt nach Buchenhöhe war zuvor knapp eine Woche gesperrt gewesen. In etlichen Schulen fiel weiter der Unterricht aus. Schulwege galten als zu unsicher, Züge fielen aus. In den bayerischen Alpen herrscht seit Tagen die zweithöchste Lawinenwarnstufe. Das habe es jahrelang nicht gegeben, sagte der stellvertretende Leiter der Lawinenwarnzentrale Bayern, Thomas Feistl.

Im Allgäu traf eine Lawine ein Hotel im Winterskiort Balderschwang. Sie drückte Fenster ein - verletzt wurde niemand. Der betroffene Wellnessbereich des Hotels war bereits am Sonntagabend vorsorglich geschlossen worden. Die Behörden hätten vorausschauend Maßnahmen ergriffen, damit Menschen nicht geschädigt werden, sagte Bauminister Reichhart nach einem Besuch in Balderschwang. "Wir haben eine herausfordernde Lage, aber die Lage ist Griff."

Auch einige weitere Gebäude in der Nähe des Hotels wurden vorsorglich geräumt. Die Zufahrt nach Balderschwang war wegen der Lawinengefahr gesperrt. Allerdings konnten Menschen in einem Konvoi den Ort über die gesperrte Straße verlassen, die Autos mussten mit Schneeketten ausgerüstet sein. Am Sonntagabend hatte eine Lawine auch Teile der Bundesstraße 305 im Landkreis Berchtesgadener Land verschüttet.

Wegen der Schneemassen fällt am Mittwoch die Eröffnungsfeier für den Biathlon-Weltcup in Ruhpolding aus. "Gott sei dank ist es jetzt so, dass der Wetterbericht uns Hoffnung gibt, dass es in den nächsten Tagen zu einer deutlichen Wetterbesserung kommt, dass wir ab Mittwoch sogar eine Wetterberuhigung und schönes Wetter haben", erklärte Bürgermeister Claus Pichler. Dann begännen die Rennen der Athleten.

Tausende Helfer schaufelten auch am Montag Schnee von einsturzgefährdeten Dächern und räumten umgestürzte Bäume von den Straßen. Teils hatte Regen den Schnee schwerer und damit noch gefährlicher gemacht, andernorts kam neuer Schnee. In mehreren Orten wurden Turnhallen für Bürger und Rettungskräfte freigehalten, falls es zu Evakuierungen kommen sollte.

Der Zugverkehr blieb auf einigen Strecken eingeschränkt. Bei den Verbindungen der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) südlich von München, im Raum Garmisch-Partenkirchen, im Allgäu und bei der Waldbahn in Niederbayern fuhren auch am Montag keine Züge. Aber bald soll der Verkehr wieder rollen. "Wir wollen den Zugbetrieb auf den meisten Regionalstrecken Mitte der Woche wieder aufnehmen", sagte ein Bahnsprecher. Nur südlich von Garmisch-Partenkirchen und im Bayerischen Wald bleiben noch Strecken unpassierbar.

In Niederbayern entspannte sich die Lage. Die Zufahrt zum Wintersportort Sankt Englmar (Landkreis Straubing-Bogen) ist wieder offen. Lifte, Langlaufloipen und Wanderwege bleiben aber vorerst geschlossen - ebenso wie in vielen anderen Skigebieten Bayerns.

In Deutschlands höchstem Skigebiet an der Zugspitze standen am Montag die Lifte still. Auf den anderen Pisten bei Garmisch-Partenkirchen konnten Skifahrer nur in den niedrigen Lagen ihre Schwünge ziehen. Im Skigebiet Oberstdorf und Kleinwalsertal liefen von 48 Liften nur 18. Am Sudelfeld und am Spitzingsee standen die Lifte komplett; unter anderem zum Spitzingsee war die Zufahrt wegen Lawinensprengungen gesperrt.

Mehrere Flüsse und Bäche in Bayern traten nach den leicht gestiegenen Temperaturen und dem Regen über die Ufer. Vor allem in der Mitte und im Norden des Freistaats wurden teilweise Äcker und Wiesen überflutet. Vereinzelt standen auch Straßen und Wege unter Wasser. In Niederbayern wurden deswegen drei Straßen gesperrt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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