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Bauern rechnen mit stabilen Lebensmittelpreisen

Berlin  

Bauern rechnen mit stabilen Lebensmittelpreisen

16.01.2019, 12:44 Uhr | dpa

Bauern rechnen mit stabilen Lebensmittelpreisen. Joachim Rukwied (l)

Joachim Rukwied (l-r), Bauernpräsident, auf der Internationalen Grünen Woche 2019. Foto: Wolfgang Kumm (Quelle: dpa)

Der Wocheneinkauf dürfte aus Sicht der Bauern trotz des zurückliegenden Dürresommers nicht teurer werden. "Die Lebensmittelpreise werden aller Voraussicht nach stabil bleiben", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied am Mittwoch vor der Grünen Woche in Berlin. Die weltgrößte Agrarmesse beginnt an diesem Freitag mit Rekordbeteiligung. Die Lebensmittelwirtschaft geht verhalten zuversichtlich in das neue Jahr, fürchtet aber Einbußen und Arbeitsplatzverluste durch einen ungeordneten EU-Austritt Großbritanniens.

"Wir gehen mit neuem Elan in ein Jahr der Chancen", sagte Bauernpräsident Joachim Rukwied. Die Landwirte erzielten stabile Preise für Milch und Getreide, können für Kartoffeln tendenziell sogar mehr verlangen. Dagegen blieben die Schweinepreise unter Druck.

Welche Preise letztlich die Kunden an der Supermarktkasse bezahlen, hängt aber nicht nur von den Bauern ab. Die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE) und der Handel gaben keine Prognose ab. 2018 waren Preise für Nahrungsmittel mit 2,5 Prozent überdurchschnittlich stark gestiegen, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte.

Der Umsatz der Lebensmittelhersteller wuchs dennoch nur wenig. 180 Milliarden Euro entsprachen nach den Branchenzahlen einem Plus von 0,3 Prozent, Wachstum brachte nur der Export. Dieses Jahr sollen die Erlöse um ein halbes Prozent zulegen, wie BVE-Hauptgeschäftsführer Christoph Minhoff sagte. Die Branchenkonjunktur stabilisiere sich auf Rekordniveau.

Die Ernährungsbranche hofft, dass es doch noch Vereinbarungen für einen Brexit gibt. Der Agrar-Exportüberschuss Deutschlands im Handel mit Großbritannien liege bei rund 3,5 Milliarden Euro und sei fast doppelt so groß wie der gesamte Exportwert in die USA. Ohne Abkommen begännen die Schwierigkeiten schon beim Lkw-Transport, weil Fahrzeuge und Führerscheine nicht mehr anerkannt würden, erklärte Minhoff.

Rukwied warnte, die Folgen könnten dramatischer sein als die des EU-Russland-Embargos. Es habe Deutschlands Bauern im ersten Jahr Einkommenseinbußen von einer halben Milliarde Euro beschwert. "Großbritannien braucht Lebensmittel, insofern müssen da Lösungen gefunden werden", sagte Rukwied. Es gehe auch um Arbeitsplätze in Deutschland.

Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) sagte, betroffen sei auch die Fischerei, die bisher wichtige Fangmöglichkeiten in britischen Gewässern nutze. Die Bundesregierung werde sich in der EU um Antworten auf die jetzt entstehenden Probleme bemühen.

Auf der Grünen Woche präsentieren 1750 Aussteller aus 61 Ländern ihre Produkte aus Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau. Regionale Produkte, ökologische und vegane Ernährung sowie fairer Handel zählten auch in diesem Jahr zu den Trends, sagte Messechef Christian Göke. Bis zum 27. Januar werden rund 400 000 Besucher erwartet.

Begleitet wird die Messe von Debatten darüber, wie Tiere und Natur besser geschützt werden können. Auch die Kennzeichnung von Lebensmitteln ist ein Thema. Die Verbraucherzentralen forderten, bei Brot und Brötchen irreführende Werbung mit Fantasienamen wie "Fitmacherbrot" oder "Sportlerbrot" zu verhindern.

Inzwischen wirtschaftet jeder zehnte Bauernhof nach Bio-Kriterien, hieß es beim Bund Ökologische Landwirtschaft. Nachdem sich die Zahl 2017 um zehn Prozent erhöht hatte, rechnet der Verband für 2018 mit einem noch stärkeren Zuwachs. Grund seien stabile Preise für Bio-Lebensmittel und bessere Rahmenbedingungen.

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt rief die Messebesucher auf, an den Ständen auch nachzuhaken, wie es den Beschäftigten auf den Betrieben gehe. So gebe es Missstände beim Arbeits- und Gesundheitsschutz. Erntehelfer aus dem EU-Ausland müssten die gleichen Rechte haben wie einheimische Kräfte, forderte die Gewerkschaft.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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