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Opferambulanzen brauchen wegen großer Nachfrage mehr Geld

Schwerin  

Opferambulanzen brauchen wegen großer Nachfrage mehr Geld

16.01.2019, 14:35 Uhr | dpa

Opferambulanzen brauchen wegen großer Nachfrage mehr Geld. Schwesig und Drese (l-r, SPD)

Schwesig (SPD, 2.v.l.), Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, und Drese (SPD, 2.v.r.), Sozialministerin. Foto: Danny Gohlke/Archiv (Quelle: dpa)

Die beiden Opferambulanzen zur Dokumentation von Verletzungen durch Gewalt in Greifswald und Rostock werden immer stärker genutzt. Im Jahr 2017 wurden die Rechtsmediziner in 353 Fällen hinzugezogen. Seit Jahren steigt die Zahl: 2014 waren es erst 202 Fälle, wie das Sozialministerium am Mittwoch mitteilte.

Wegen der gestiegenen Inanspruchnahme stoßen die Opferambulanzen an ihre Grenzen, wie im Sozialausschuss des Landtags deutlich wurde. Dort informierte Sozialministerin Stefanie Drese (SPD) über die Situation. Das Land habe bereits seine Unterstützung im Haushalt 2018/19 um ein Drittel auf 80 000 Euro erhöht, sagte sie.

Das reicht offensichtlich nicht aus. Nach Angaben der Linken müssen Mitarbeiter zum Beispiel die Fahrtkosten selbst tragen, um Betroffene im ländlichen Raum zu erreichen. Deren familienpolitische Sprecherin, Jacqueline Bernhardt, forderte: "Hier muss in Vorbereitung des Doppelhaushalts 2020/2021 deutlich nachgesteuert werden."

Ministerin Drese appellierte an die Institutionen, die auf die Rechtsmedizinischen Institute zurückgreifen, sich an der Finanzierung zu beteiligen. Oft kämen die Opfer auf Vermittlung von Jugendämtern, Polizei oder Kliniken, um ihre Verletzungen gerichtsfest dokumentieren zu lassen, sagte sie. Mit einigen Jugendämtern funktioniere die finanzielle Beteiligung bereits sehr gut. Für die Opfer ist die Befunddokumentation kostenfrei.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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