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Loveparade-Prozess: Anklage beharrt auf Sanktionen

Düsseldorf  

Loveparade-Prozess: Anklage beharrt auf Sanktionen

17.01.2019, 01:03 Uhr | dpa

Loveparade-Prozess: Anklage beharrt auf Sanktionen. Der Vorsitzende Richter Mario Plein (4 v.l.) steht im Prozesssaal

Der Vorsitzende Richter Mario Plein (4 v.l.) steht in Düsseldorf im Prozesssaal beim Loveparade-Strafprozess. Foto: Caroline Seidel/Archiv (Quelle: dpa)

Im Prozess um das tödliche Gedränge bei der Loveparade vor neun Jahren in Duisburg wehrt sich die Staatsanwaltschaft gegen die Einstellung des Verfahrens ohne Auflagen für die Angeklagten. "Eine etwaige Auflage müsste spürbar sein", habe der Anklagevertreter in einem Rechtsgespräch deutlich gemacht, berichtete der Vorsitzende Richter Mario Plein am Donnerstag. Es sei für die Staatsanwaltschaft "kaum vorstellbar, die Tat ohne jegliche Sanktion zu belassen", sagte er.

Bei dem Gespräch hatten die Verteidiger, Staatsanwälte, Nebenklage-Anwälte und Richter am Mittwoch unter Ausschluss der Öffentlichkeit über den weiteren Ablauf des Verfahrens gesprochen. Verfahrensbeteiligte berichteten anschließend übereinstimmend, dass das Landgericht Duisburg das Verfahren gegen alle zehn Angeklagten einstellen will, in drei Fällen mit Auflagen. Der Prozess würde damit ohne Urteil beendet.

Eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft sagte am Donnerstag, dass die Vorschläge des Gerichts nun geprüft würden. Bis zum 5. Februar wolle man eine Stellungnahme dazu abgeben.

Bei der Loveparade am 24. Juli 2010 in Duisburg gab es am einzigen Zu- und Abgang zum Veranstaltungsgelände ein so großes Gedränge, dass 21 Menschen erdrückt und mindestens 652 verletzt wurden. Angeklagt sind sechs Mitarbeiter der Stadt Duisburg und vier des Veranstalters Lopavent.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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