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Erneut Fliegerbombe in Potsdam entschärft

Potsdam  

Erneut Fliegerbombe in Potsdam entschärft

17.01.2019, 03:33 Uhr | dpa

Erneut Fliegerbombe in Potsdam entschärft. Bombenentschärfung in Potsdam

Sprengmeister Mike Schwitzke hält den Zünder einer entschärften Weltkriegsbombe in der Hand. Foto: Julian Stähle/Archiv (Quelle: dpa)

In Potsdam ist erneut ein Blindgänger entschärft worden. Es war nach Angaben der Stadt die 194. Fliegerbombe seit der Wende. Sprengmeister Mike Schwitzke hatte am Donnerstagvormittag den mechanischen Zünder erfolgreich entfernt und gesprengt. Der Sperrkreis von 800 Metern rund um den Fundort des Blindgängers wurde am Mittag aufgehoben, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Die Fünf-Zentner-Bombe war bei der systematischen Suche auf einem Baugrundstück entdeckt worden.

Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) dankte Schwitzke und seinem Team für die professionelle Arbeit. "Wir alle wissen aber, dass das noch nicht die letzte Bombe in Potsdam gewesen sein wird", betonte er. "Das explosive Erbe des Zweiten Weltkriegs ist noch lange nicht bewältigt, weder in Potsdam, noch an anderen Orten in Brandenburg, dem am meisten mit Kampfmitteln belasteten Land in ganz Deutschland."

Nach Angaben des Innenministeriums gibt es neben den militärisch genutzten Arealen immer noch rund 350 000 Hektar zivil genutzter Flächen, auf denen Kampfmittel vermutet werden. Lokale Schwerpunkte seien nach wie vor Oranienburg (Oberhavel), Potsdam, die Oder-Neiße-Linie und die Region südlich von Berlin.

Von 8.00 Uhr an hatten knapp 6000 Menschen ihre Wohnungen verlassen müssen. Mehr als 400 Helfer der Stadt, Polizei, Feuerwehr und dem Deutschen Roten Kreuz waren im Einsatz, um den Sperrkreis zu räumen und abzusichern. Nur ein Mann in einem Hochhauskomplex habe sich zunächst geweigert, seine Wohnung zu verlassen, sagte Stadtsprecher Jan Brunzlow. Erst die Polizei habe den Mann zum Verlassen seiner Wohnung bewegen können. Nun werde ein Bußgeld geprüft. Ansonsten habe es keine Störer im Sperrkreis gegeben, so Brunzlow.

In dem Sperrkreis lagen unter anderem der Hauptbahnhof, ein Hotel, die Staatskanzlei, der Landtag, Ministerien, zwei Pflegeheime, das Freizeitbad "blu" sowie mehrere Museen. Etwa 600 Menschen konnten nicht an ihre Arbeitsplätze.

Im Berufsverkehr kam es auf den Umleitungsstrecken rund um die Innenstadt zu Staus. Die Feuerwehr rief die Autofahrer per Twitter dazu auf, eine Rettungsgasse frei zu halten. Auch der Hauptbahnhof in Brandenburgs Landeshauptstadt war gesperrt. Die S-Bahn endete in der Station Potsdam-Babelsberg. Auch der Regionalbahnverkehr wurde in Potsdam für mehrere Stunden gestoppt. Tausende Pendler mussten in Straßenbahnen und Busse umsteigen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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