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Fast 3900 Betriebe von Blauzungen-Sperrzone betroffen

Wiesbaden  

Fast 3900 Betriebe von Blauzungen-Sperrzone betroffen

17.01.2019, 10:41 Uhr | dpa

Fast 3900 Betriebe von Blauzungen-Sperrzone betroffen. Blauzungenkrankheit

Eine von der Blauzungen-Krankheit betroffenen Kuh steht in einem Stall eines Bauerhofes. Foto: Ralf Roeger/Archiv (Quelle: dpa)

Insgesamt 3853 Betriebe sind nach der Ausweitung des Blauzungenkrankheit-Sperrgebiets in Hessen von den behördlichen Einschränkungen betroffen. "Halter von Wiederkäuern wie Rinder, Schafe und Ziegen, deren Tierhaltung im Sperrgebiet liegt, müssen diese bei der zuständigen Veterinärbehörde melden", sagte eine Sprecherin des Umweltministeriums am Donnerstag in Wiesbaden. Außerdem gelten Beschränkungen für den Handel der rund 13 000 Rinder, Schafe und Ziegen, insbesondere dann, wenn diese Tiere in Regionen gebracht werden sollen, in denen die Krankheit bisher nicht aufgetreten ist. Tiere, bei denen die Krankheit ausgebrochen ist und die Krankheitsanzeichen aufweisen, müssen getötet werden und dürfen nicht mehr in den Handel kommen.

Die Krankheit war im Dezember in einem Betrieb in Baden-Württemberg festgestellt worden. Seit Jahresbeginn wurden aus dem benachbarten Bundesland 13 weitere Ausbrüche gemeldet. Mit dem Nachweis der Blauzungenkrankheit in Rheinland-Pfalz und dem Saarland wurde das Sperrgebiet auf die Landkreise Limburg-Weilburg, Hochtaunus, Rheingau-Taunus, Main-Taunus und Offenbach sowie die kreisfreien Städte Frankfurt, Offenbach und Wiesbaden aus geweitet. Die vier südhessischen Landkreise Bergstraße, Odenwaldkreis, Darmstadt-Dieburg und Groß-Gerau sowie die Stadt Darmstadt lagen bereits im eingerichteten Sperrgebiet.

Es handelt sich um eine virusbedingte, meist akut verlaufende Krankheit, die vor allem Schafe, Ziegen und Rinder befallen kann. Sie wird durch Stechmücken übertragen, für den Menschen ist die Tierkrankheit ungefährlich. Fleisch- und Milchprodukte können ohne Bedenken verzehrt werden.

Deutschland war seit 2011 offiziell frei von der Tierseuche. Die Krankheit trat jedoch in den vergangenen Jahren in den Nachbarstaaten Frankreich, Schweiz und Italien auf.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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