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"Loverboy"-Prozess: Mutmaßlicher Zuhälter schweigt

Berlin  

"Loverboy"-Prozess: Mutmaßlicher Zuhälter schweigt

18.01.2019, 03:32 Uhr | dpa

"Loverboy"-Prozess: Mutmaßlicher Zuhälter schweigt. Ein hölzerner Hammer liegt auf einer Richterbank

Ein hölzerner Hammer liegt auf der Richterbank in einem Verhandlungssaal. Foto: Uli Deck/Archiv (Quelle: dpa)

Mit der sogenannten Loverboy-Masche soll ein 33-Jähriger junge Frauen in die Prostitution gedrängt haben. Neun Monate nach seiner Verhaftung hat der mutmaßliche Zuhälter vor dem Berliner Landgericht geschwiegen. Er soll drei 17- bis 21-Jährigen eine Liebesbeziehung vorgetäuscht und sie sexuell ausgebeutet haben. Durch körperliche Gewalt, Drohungen und Einbehalten jeglicher finanzieller Mittel habe der Mann die Frauen davon abgebracht, aus der Szene auszusteigen, heißt es in der zu Prozessbeginn am Freitag verlesenen Anklage.

Mitangeklagt ist eine 38-Jährige, die in einigen Fällen bei der Organisation der Prostitution geholfen haben soll. Die Anklage geht von 16 Taten in der Zeit von März 2016 bis Mai 2018 aus. Zwei der Geschädigten seien 17 Jahre alt gewesen, als er sie emotional von sich abhängig gemacht und dann in die Prostitution gedrängt habe. "Er überredete sie unter dem Vorwand, sie müssten Geld für eine gemeinsame Zukunft mit ihm verdienen", so die Anklage.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 33-Jährige die drei Frauen brutal geschlagen habe, wenn sie nicht mehr für ihn anschaffen wollten. Rund 37 000 Euro soll er durch Ausbeutung der Geschädigten erlangt haben. Eine der Frauen habe er für 40 000 Euro an einen anderen Zuhälter verkaufen wollen. Die Anklage lautet auf Zuhälterei, Menschenhandel, Zwangsprostitution, Vergewaltigung und gefährliche Körperverletzung. Der Prozess wird am 1. Februar fortgesetzt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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