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Veranstalter: 35 000 bei Demo für nachhaltige Landwirtschaft

Berlin  

Veranstalter: 35 000 bei Demo für nachhaltige Landwirtschaft

19.01.2019, 17:02 Uhr | dpa

Veranstalter: 35 000 bei Demo für nachhaltige Landwirtschaft. Demonstration für Agrarwende

Teilnehmer der Demonstration für mehr Umwelt- und Tierschutz in der Landwirtschaft. Foto: Ralf Hirschberger (Quelle: dpa)

Angeführt von rund 170 Traktoren sind in Berlin nach Veranstalterangaben etwa 35 000 Menschen für eine klimafreundliche Landwirtschaft und gesundes Essen auf die Straße gegangen. Die Polizei zählte bei der Demonstration am Samstag im Stadtteil Mitte "mehrere Zehntausend" Teilnehmer. Eine genaue Zahl nannte ein Sprecher nicht. Laut Polizei verlief der Protestzug zunächst friedlich.

Unter dem Motto "Wir haben Agrarindustrie satt!" hatten Landwirte sowie Tier- und Umweltschützer anlässlich der Messe Grüne Woche für Samstagmittag zu der Demonstration aufgerufen. Los ging es aber schon am Morgen: Mehr als 170 Traktoren beteiligten sich an einer Sternfahrt zum Brandenburger Tor - so viele wie noch nie, wie Sprecher Christian Rollmann sagte. Allein 50 davon seien aus Niedersachsen gekommen.

Auf drei Routen waren die Landwirte von Brandenburg aus in die Stadt gefahren. An der Agrarministerkonferenz im Außenministerium übergaben sie eine Protestnote. Darin stand, dass "bäuerliche Arbeit auf den Äckern und Feldern und in den Ställen etwas sehr Wertvolles und vor allem Schützenswertes" ist. Allein 50 davon seien aus Niedersachsen gekommen. Einzelne Teilnehmer aus Hessen und Bayern hätten sich schon am Donnerstag auf den Weg gemacht. Anschließend ging es weiter zum Brandenburger Tor.

Dort zeigte sich ein buntes Bild: Demonstranten in Bienen und Imkerkostümen, überlebensgroße Luftballons in Form von Insekten und viele Transparente. Unter den Demonstrierenden war auch Grünen-Chef Robert Habeck. Er rief dazu auf, bewusst einzukaufen, zu kochen und sich zu ernähren. "Wir müssen wegkommen im Alltag von diesem "Wir stopfen uns noch schnell Kalorien rein und es ist egal, wie sie entstanden sind"", sagte Habeck der Deutschen Presse-Agentur.

Gegen Mittag setzten sich die Traktoren ein zweites Mal in Bewegung. Sie führten die Demo durch die Behrenstraße noch einmal zur Agrarministerkonferenz in der Französischen Straße. Anschließend ging es zurück über Unter den Linden und durch das Regierungsviertel.

Auf die Frage, warum er mit seinem Traktor zu der Demo gekommen sei, sagte Werner Ruf, Landwirt aus dem hessischen Bad Nauheim: "Weil die Agrarpolitik die letzten Jahre immer schlechter wird statt besser." Eine Landwirtin aus dem niedersächsischen Wendland sagte: "Die Agrarindustrie lässt uns kleine Bauern wegsterben." Ihre Familie müsse jedes Jahr gucken, wie es weitergeht.

Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) hatte sich indes gegen Polarisierungen in der Debatte um mehr Umwelt- und Tierschutz in der Landwirtschaft gewandt. Es sei eine Herausforderung, die wachsende Weltbevölkerung zu ernähren, sagte die CDU-Politikerin mit Blick auf die Demonstration. "Wir werden sie nicht satt machen mit einem Teilausstieg aus der landwirtschaftlichen Produktion." Es komme auf eine nachhaltigere, effizientere und umweltgerechtere Produktion an. "Aber wir brauchen den Landwirt."

Auch in Tübingen gingen am Samstag zahlreiche Menschen für eine klimafreundliche Landwirtschaft auf die Straße. Die Polizei zählte bei einer Demo rund 2500 Teilnehmer.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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