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Ifo-Institut für bedächtigen Ausstieg aus der Kohle

München  

Ifo-Institut für bedächtigen Ausstieg aus der Kohle

24.01.2019, 11:47 Uhr | dpa

Ifo-Institut für bedächtigen Ausstieg aus der Kohle. Ein Schaufelradbagger trägt Braunkohle ab

Das Ifo-Institut hat vor einem schnellen Ausstieg aus der Braunkohle gewarnt. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/Archiv (Quelle: dpa)

Das Ifo-Institut hat vor einem schnellen Ausstieg aus der Braunkohle gewarnt. Es gebe erhebliche Risiken für die Stromversorgung, sagte Wirtschaftsprofessor Joachim Ragnitz am Donnerstag in Dresden. Und "es wäre kurzsichtig, in Ostdeutschland moderne Braunkohle-Kraftwerke abzuschalten und stattdessen veraltete Anlagen in Polen oder Tschechien zu betreiben, um die Versorgung in Deutschland zu sichern". Atomstrom aus Nachbarländern zu importieren sei auch keine Lösung.

Auf dem Arbeitsmarkt fiele ein langsamer Ausstieg ebenfalls weniger ins Gewicht: "Ein Großteil der Beschäftigten in der Kohle ist älter als 45 Jahre", sagte der Wirtschaftsforscher. Viele Beschäftigte könnten sich dann auch umschulen lassen für Branchen, die Arbeitskräfte suchten. "Prinzipiell ist der Ausstieg aus der Braunkohle nur für die Lausitz ein größeres Problem." Ein Sonderprogramm wäre sinnvoll, aber "neue Wirtschaftsstrukturen kann der Staat nicht aufbauen".

Die Wirtschaftsprofessorin Karen Pittel forderte, Abgaben und Steuern grundsätzlich zu reformieren. Sonst "werden nicht nur die Kosten der Energiewende erheblich steigen, es besteht auch die Gefahr, dass die klima- und energiepolitischen Ziele der Bundesregierung verfehlt werden", sagte sie in München. Sinnvoll wäre, "Kohlendioxid, Stickoxid, Quecksilber, Feinstaub systematisch und in allen Sektoren mit einem Preis zu belegen. Dann würde die Braunkohle nach und nach unwirtschaftlich."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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