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Keine Güterzug-Alternativtrasse? Kritik an Bund

Mainz  

Keine Güterzug-Alternativtrasse? Kritik an Bund

04.02.2019, 16:39 Uhr | dpa

Keine Güterzug-Alternativtrasse? Kritik an Bund. Güterzug-Trasse am Mittelrhein

Ein Plakat an einer Hauswand fordert ein Nachtfahrverbot für Güterzüge. Foto: Thomas Frey/Archiv (Quelle: dpa)

Im Streit um eine Güterzug-Alternativtrasse für das bahnlärmgeplagte Mittelrheintal kritisiert die rheinland-pfälzische Landesregierung den Bund mit scharfen Worten. Laut Bundesverkehrsministerium rechnet sich eine Entlastungsstrecke erst bei einer Verzehnfachung des Zugverkehrs im Mittelrheintal. Die Mainzer Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) rügte am Montag: "Ich empfinde diese Aussage als zynisch gegenüber den Menschen, die im Mittelrheintal leben und schon heute unter unerträglichem Bahnlärm leiden." Die Argumentation des Bundesverkehrsministeriums sei wie ein Schlag ins Gesicht der Anwohner. Die angekündigte Machbarkeitsstudie für eine Alternativtrasse müsse "jetzt sofort kommen".

Laut dem rheinland-pfälzischen Verkehrsministerium fahren jeden Tag mehr als 400 Züge durch das Welterbe Oberes Mittelrheintal. Nach Angaben der Bürgerinitiative "Oberwesel 22 - Zukunft trotz Bahn" werden für 2030 sogar 500 bis 600 Züge täglich vorausgesagt. Dem Bundesverkehrsministerium zufolge wäre somit ein wirtschaftlicher Handlungsbedarf erst bei 5000 bis 6000 Zügen pro Tag erreicht. Nach Angaben von Kritikern wäre so viel Bahnverkehr im teils sehr engen Mittelrheintal mit seinen uralten Bahnstrecken technisch unmöglich.

Bundesverkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann (CDU) hatte geschrieben: "Um den Bau einer Neubaustrecke für den Güterverkehr wirtschaftlich begründen zu können, müsste sich das Verkehrsaufkommen des Personen- und Güterverkehrs auf der Schiene im Mittelrheintal deutlich, etwa um den Faktor 10, über die bis 2030 prognostizierten Zugzahlen hinaus erhöhen." Unabhängig von der Wirtschaftlichkeit solle es eine Machbarkeitsstudie geben, bekräftigte Ferlemann in seinem Schreiben vom 7. Januar 2019, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Wann, das sei noch unklar.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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