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"Weil wir es wert sind": Beschäftigte fordern mehr Geld

Stuttgart  

"Weil wir es wert sind": Beschäftigte fordern mehr Geld

12.02.2019, 02:43 Uhr | dpa

Mehrere Hundert Beschäftigte des Landes Baden-Württemberg sind für mehr Geld auf die Straße gegangen. In Stuttgart zogen sie am Dienstag mit Plakaten durch die Innenstadt. Darauf war etwa zu lesen: "Sechs Prozent mehr, weil wir es wert sind." Der Landeschef des Beamtenbundes, Kai Rosenberger, sagte, in Baden-Württemberg seien im öffentlichen Dienst des Landes rund 10 000 Stellen nicht besetzt. Das hänge auch damit zusammen, dass Länder wie Sachsen und Bayern ihre Beamten deutlich besser bezahlten.

Mit ihren Aktionen wollen die Beschäftigten Druck auf die Verhandlungen im öffentlichen Dienst machen. Verdi und der Beamtenbund fordern für die Beschäftigten der Länder - außer Hessen - sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat. Sie verweisen auf sprudelnde Steuereinnahmen. Die Länder weisen die Forderungen als überzogen zurück. Ein Angebot haben sie noch nicht vorgelegt. Die Gespräche sollen Ende Februar weitergehen.

Der Beamtenbund fordert, das Tarifergebnis dann auch ohne Abstriche auf die Beamten zu übertragen. Das muss aber mit dem Land ausgehandelt werden. Rosenberger sagte, er gehe davon aus, dass in Potsdam in der nächsten Runde ein Ergebnis erzielt werde. Die Gespräche mit dem Land könnten dann Anfang März beginnen, meinte er.

Beamte dürfen im Gegensatz zu Angestellten nicht streiken. Wenn sie an Warnstreiks teilnehmen, dann in ihrer Freizeit - etwa in der Mittagspause oder im Urlaub. Bis zum Ende der Woche haben der Beamtenbund und die Gewerkschaft Verdi zu Warnstreiks aufgerufen. Betroffen sind das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Zentren für Psychiatrie, Universitäten und Studierendenwerke, Autobahnmeistereien, Regierungspräsidien und Landesbehörden.

In den Verhandlungen geht es nach Angaben des Finanzministeriums um 74 000 Tarifbeschäftigte. Hinzu kommen rund 185 000 Beamte und Richter, auf die das Ergebnis übertragen werden soll.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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