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BVG: Verdi trägt Tarifkonflikt auf Rücken der Fahrgäste aus

Berlin  

BVG: Verdi trägt Tarifkonflikt auf Rücken der Fahrgäste aus

12.02.2019, 11:36 Uhr | dpa

BVG: Verdi trägt Tarifkonflikt auf Rücken der Fahrgäste aus. U-Bahn in Berlin

Eine U-Bahn fährt unter einem Schild mit dem Logo der BVG vorbei. Foto: Daniel Naupold/Archiv (Quelle: dpa)

Der mehr als achtstündige Warnstreik bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) ist aus Sicht des Unternehmens unverhältnismäßig. Man bedauere sehr, dass Verdi schon so früh "zu diesem massiven Mittel greift", teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

In dem Tarifkonflikt hatte Verdi nach der zweiten Verhandlungsrunde für Freitag alle Beschäftigten zu einem Warnstreik aufgerufen. Bis zum Mittag dürften die meisten U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse stillstehen.

Streiks seien ein legitimes Mittel der Tarifauseinandersetzung, hieß es bei der BVG. Mit dem außergewöhnlich umfangreichen Warnstreik trage die Gewerkschaft die Tarifverhandlungen aber auf dem Rücken der Fahrgäste aus.

Auch der Fahrgastverband Igeb zeigte sich irritiert. "Acht Stunden ist für einen Warnstreik schon ziemlich knackig", sagte Jens Wieseke, der Sprecher der Interessengemeinschaft Eisenbahn, Nahverkehr und Fahrgastbelange Berlin (Igeb), am Dienstag. Vor allem in den Außenbezirken werde es Probleme geben, weil viele Berliner dort auf den Bus angewiesen seien. Die S-Bahn, die nicht bestreikt wird, habe längst nicht so viele Haltestellen wie die BVG.

Der Verband verlangt gesetzliche Vorgaben, damit in solchen Fällen Notfahrpläne garantiert sind, etwa für Fahrten zu Flughäfen, wichtigen S-Bahnhöfen und Krankenhäusern.

Die Gewerkschaft fordert in den Tarifverhandlungen für rund 14 500 Arbeitnehmer der BVG und ihrer Tochtergesellschaft Berlin Transport für alle eine 36,5-Stunden-Woche und Weihnachtsgeld, zudem Änderungen an der Entgelttabelle und eine Einmalzahlung von 500 Euro für Gewerkschaftsmitglieder.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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