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Misereor-Bischof Burger fordert Gesetze gegen Kinderarbeit

Freiburg im Breisgau  

Misereor-Bischof Burger fordert Gesetze gegen Kinderarbeit

12.02.2019, 17:28 Uhr | dpa

Misereor-Bischof Burger fordert Gesetze gegen Kinderarbeit. Erzbischof Burger in Freiburg

Erzbischof Stephan Burger spricht in einer Pressekonferenz zu Journalisten. Foto: Patrick Seeger/Archiv (Quelle: dpa)

Der Freiburger Erzbischof Stephan Burger fordert einen weltweiten Kampf gegen Kinderarbeit. Bei der Produktion zahlreicher Konsumgüter komme es trotz internationaler Proteste nach wie vor zu Menschenrechtsverletzungen, sagte Burger am Dienstag in Freiburg. Er nannte als Beispiele die Herstellung von Kleidung oder den Abbau von Rohstoffen etwa für die deutsche Autoindustrie. Es sei ein Skandal, dass Kinder- und Sklavenarbeit toleriert werde. Burger forderte die Bundesregierung auf, zu handeln. Er stellte sich damit hinter entsprechende Gesetzespläne von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU).

Burger leitet in der katholischen Deutschen Bischofskonferenz das Entwicklungshilfswerk Misereor mit Sitz in Aachen. Freiwillige Regeln reichten nicht aus, sagte er. Es brauche Gesetze, um Unternehmen zu verantwortlichem Handeln zu zwingen. Besonders betroffen von Ausbeutung seien Länder Asiens, Afrikas und Lateinamerikas.

"Es wird höchste Zeit, dass die Verantwortung der Unternehmen für die Produktionsbedingungen entlang der gesamten Lieferkette gesetzlich geregelt wird", sagte Burger: "Alle Erfahrung zeigt, dass freiwillige Verpflichtungen, wie sie der 2016 beschlossene Nationale Aktionsplan für Wirtschaft und Menschenrechte vorsehe, nicht ausreichen."

Minister Müller hatte Mitte Januar in Berlin einen stärkeren weltweiten Kampf gegen Kinderarbeit angemahnt und entsprechende Gesetzesvorgaben bis zum kommenden Jahr angekündigt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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