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Senat: Bei Babywindeln ist Einweg okay

Hamburg  

Senat: Bei Babywindeln ist Einweg okay

19.02.2019, 07:18 Uhr | dpa

Senat: Bei Babywindeln ist Einweg okay. Kleines Kind mit Windel

Ein kleines Kind mit Windel schiebt einen Kinderwagen durch einen Park. Foto: Frank Rumpenhorst/Archiv (Quelle: dpa)

Anders als bei Plastiktüten und Kaffeebechern startet Hamburg keine Kampagne gegen die Einwegwindel. "Einwegwindeln führen zwar neben erheblichem Ressourcenverbrauch (Kunststoff, Zellstoff, Aufsaugmittel) zu nennenswerten Abfallmengen pro Kleinkind in der Windelphase", erklärte der rot-grüne Senat auf eine Kleine Anfrage des Linken-Bürgerschaftsabgeordneten Stephan Jersch. Aber auch bei der Benutzung von Stoffwindeln werde viel Wasser, Waschmittel und Energie benötigt. "Eine belastbare Aussage zur ökologischen Nachhaltigkeit ist somit schwierig", hieß es. Jersch, umweltpolitischer Sprecher der Linken-Fraktion, hatte angeregt, Hamburg möge wie andere deutsche Städte ein Förderprogramm zur Nutzung von Stoffwindeln auflegen.

In Hamburg landen nach einer Hausmüllanalyse von 2016 rund 18 000 Tonnen Einwegwindeln pro Jahr im Abfall. Auch als kompostierbar deklarierte Windeln gehören in den Restmüll, stellte der Senat fest. Die vermeintlich abbaubaren Kunststoffe seien nicht kompostierbar und dürften nicht über den Biomüll entsorgt werden. Eine Entlastung für Familien mit kleinen Kindern bei den Abfallgebühren, wie die Linke sie vorschlägt, hält der Senat gleichwohl nicht für erforderlich. Bei einem Verbrauch von vier bis sechs Windeln täglich pro Kind ergebe sich ein zusätzliches Müllvolumen von 30 bis 60 Litern pro Woche. Wer seine Mülltonne um diese Größe aufstocken wolle, müsse gerade mal 2,35 Euro monatlich mehr zahlen.

Hamburgs prominenteste Mutter mit Kindern im Wickelalter ist derzeit Wissenschaftssenatorin und Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank. Die Grünen-Politikerin hatte Mitte November Zwillinge zur Welt gebracht.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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