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Waldbauern scheitern vorerst mit Klage gegen Wisent-Projekt

Arnsberg  

Waldbauern scheitern vorerst mit Klage gegen Wisent-Projekt

19.02.2019, 17:47 Uhr | dpa

Waldbauern scheitern vorerst mit Klage gegen Wisent-Projekt. Wisent-Herde

Waldbauern scheitern vorerst mit Klage gegen Wisent-Projekt. Foto: Marius Becker/Archiv (Quelle: dpa)

Im langwierigen juristischen Streit um die Auswilderung von Wisenten im Siegerland haben Waldbesitzer eine Niederlage kassiert. Ihre vor dem Verwaltungsgericht eingereichte Klage gegen das Land und den Kreis Siegen-Wittgenstein sei erfolglos geblieben, teilte das Gericht am Dienstag mit. Die klagenden Waldbesitzer aus dem Kreis Olpe hatten argumentiert, dass der Vertrag, der dem Artenschutzprojekt zugrunde liegt, unwirksam sei. Dem folgten die Richter jedoch nicht (Az.: 8 K 3527/17, 8 K 3532/17, 8 K 3534/17, 8 K 3978/17). Zuvor hatte bereits der WDR berichtet.

In dem öffentlich-rechtlichen Vertragswerk hatten das Land und der Kreis Siegen-Wittgenstein gemeinsam mit dem Trägerverein des Wisentprojektes die Rahmenbedingungen für die Freilassung der Tiere festgelegt. Die Waldbauern argumentieren vergeblich, dass dabei die absehbaren Baumschäden in den Nachbarkreisen nicht ausreichend berücksichtigt worden seien. 

Die Zukunft der einzigen freilebenden Wisent-Herde Deutschlands bleibt damit weiterhin ungeklärt. 2013 waren die ersten acht der mächtigen Wildtiere im Rothaargebirge ausgesetzt worden. Schnell gab es Nachwuchs und die Herde wechselte auch in benachbarte Wälder des Sauerlandes. Dort richteten die Tiere Schäden in den Buchenwäldern an - zum Frust der Waldbauern. Mit dem Streit befasst sich parallel auch der Bundesgerichtshof - eine Entscheidung steht noch aus. Auch das Arnsberger Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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