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Infineon-Börsenkurs verärgert Aktionäre

München  

Infineon-Börsenkurs verärgert Aktionäre

21.02.2019, 11:21 Uhr | dpa

Infineon-Börsenkurs verärgert Aktionäre. Infineon

Ein Chip von Infineon ist zu sehen. Foto: Matthias Hiekel/Archiv (Quelle: dpa)

Trotz solider Zahlen haben die Aktionäre des Halbleiterherstellers Infineon auf der Hauptversammlung nicht mit Kritik gespart. "Obwohl Infineon operativ auf ein weiteres solides Jahr zurückblickt, war die Aktienkursentwicklung eher enttäuschend", sagte Fondsmanager Markus Golinski von Union Investment am Donnerstag in München. Auch Infineon-Chef Reinhard Ploss räumte mit Blick auf den Börsenkurs ein: "Dessen Entwicklung habe ich mir - so wie Sie - freilich anders vorgestellt". Die Infineon-Aktie hat binnen eines Jahres gut 12 Prozent an Wert verloren.

Operativ geht es dem Dax-Konzern aus Neubiberg bei München hingegen blendend. Vor allem vom Trend zum autonomen Fahren und der Elektromobilität profitiert Infineon, weil in solchen Fahrzeugen deutlich mehr Halbleiter stecken als in einem herkömmlichen Auto. Die Nachfrage sei ungebrochen, sagte Ploss. Infineon fährt deshalb die Kapazitäten hoch. Allein 1,6 Milliarden Euro investiert der Halbleiterproduzent in ein neues Werk im österreichischen Villach.

Sorgen bereitet den Aktionären indes die Absatzschwäche bei herkömmlichen Autos und bei Smartphones, die im ersten Quartal zu einem Rückgang bei Umsatz und Ergebnis geführt hatte. "Die Angst vor sinkender Nachfrage und wachsenden Lagerbeständen, die die ganze Branche umtreibt, trifft jetzt auch Infineon", stellte Golinski fest.

Der Fondsmanager kritisierte zudem, dass Aufsichtsratschef Eckart Sünner seit inzwischen rund einem Jahr sowohl den Aufsichtsrat als auch den Prüfungsausschuss leitet. "Indem Sie beide Funktionen in Personalunion innehaben, entfällt eine wichtige Kontrollinstanz im Sinne von "checks and balances"", sagte Golinski. Sünner kündigte nun an, den Aufsichtsratsvorsitz zum August niederzulegen. Nachfolger soll das bisherige Aufsichtsratsmitglied Wolfgang Eder werden, dessen Chefvertrag beim Tech-Konzern Voestalpine im Juli ausläuft.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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