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Gegen den Bundestrend mehr Firmenpleiten im Saarland

München  

Gegen den Bundestrend mehr Firmenpleiten im Saarland

21.02.2019, 12:38 Uhr | dpa

Die Zahl der Firmenpleiten im Saarland ist im vergangenen Jahr gegen den Bundestrend deutlich gestiegen. Auf niedrigem Niveau erhöhte sich die Zahl um 11,9 Prozent auf 272 Fälle, wie die Wirtschaftsauskunftei Crifbürgel errechnet hat. Das war die höchste Steigerungsrate in den 16 Bundesländern.

Crifbürgel erklärt den Anstieg am Donnerstag vor allem mit "Aufholeffekten". Im Jahr 2017 waren die Insolvenzzahlen im Saarland bundesweit am stärksten gesunken: um fast 29 Prozent von 342 auf 243 Fälle. "Mit den 272 Insolvenzen im Jahr 2018 befinden sich die Zahlen im Saarland immer noch um 20 Prozent unter dem Niveau von 2016", ordnete ein Crifbürgel-Sprecher ein.

Mit 78 Insolvenzen je 10 000 Unternehmen liegt das Saarland den jüngsten Zahlen zufolge im Ländervergleich auf dem 13. Platz. Die wenigsten Firmenpleiten gab es demnach im vergangenen Jahr in Bayern (41 je 10 000 Unternehmen), die meisten in Bremen (105). Der Bundesschnitt lag bei 59 Fällen je 10 000 Firmen.

Rheinland-Pfalz liegt mit 46 Fällen je 10 000 Firmen auf Rang 5 im Ländervergleich. Die Gesamtzahl der Firmeninsolvenzen in Rheinland-Pfalz blieb mit 721 zum Vorjahr (719) fast unverändert.

Bundesweit meldeten 2018 nach Crifbürgel-Angaben 19 552 Unternehmen in Deutschland Insolvenz an, zumeist kleinere Firmen mit höchstens fünf Mitarbeitern. Ein Jahr zuvor gab es noch 20 276 Fälle. Die Zahl sei zum neunten Mal in Folge gesunken und habe den tiefsten Stand seit Einführung der neuen Insolvenzordnung im Jahr 1999 erreicht.

Ähnliche Zahlen hatte Mitte Dezember Creditreform veröffentlicht. Das Statistische Bundesamt geht nach vorläufigen Berechnungen für 2018 von 19 800 Unternehmensinsolvenzen in Deutschland aus.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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