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Rentnerin in Wohnung erschlagen: Täter muss in Psychiatrie

Berlin  

Rentnerin in Wohnung erschlagen: Täter muss in Psychiatrie

21.02.2019, 15:50 Uhr | dpa

Rentnerin in Wohnung erschlagen: Täter muss in Psychiatrie. Ein Richterhammer

Ein Richterhammer aus Holz liegt auf einem Tisch. Foto: Uli Deck/Archiv (Quelle: dpa)

Ein 24-Jähriger, der eine 84 Jahre alte Rentnerin in ihrer Wohnung in Berlin-Prenzlauer Berg brutal erschlagen hat, muss in die Psychiatrie. Er sei ohne Behandlung für die Allgemeinheit gefährlich, begründete das Landgericht am Donnerstag die Entscheidung und ordnete die Unterbringung des Mannes in einem psychiatrischen Krankenhaus an. Die Tat sei "Ausfluss einer akuten Psychose" gewesen. Die Richter folgten damit den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung.

Der aus Kamerun stammende abgelehnte Asylbewerber sei im Mai 2018 zunächst orientierungslos durch die Hauptstadt geirrt und habe dann willkürlich an einer Wohnungstür geklingelt, heißt es im Urteil. Als die ihm unbekannte 84-Jährige öffnete, habe er sie sofort attackiert und mit "unbändiger Gewalt auf sie eingeschlagen und eingetreten". Der Angreifer habe die Rentnerin durch zahlreiche Schläge mit ihrem eigenen Einkaufstrolley brutal umgebracht. Danach habe er Kleidung der Getöteten angezogen und sich in ihr Bett gelegt.

Der Beschuldigte, der sich nicht zu den Vorwürfen geäußert habe, leide vermutlich an einer paranoiden Schizophrenie, hieß es weiter. Weil laut psychiatrischem Gutachten eine Schuldunfähigkeit bei der "grauenvollen Tat" nicht auszuschließen sei, könne er nicht wegen Totschlags verurteilt werden.

Durch am Tatort sichergestellte DNA-Spuren war der 24-Jährige ins Visier der Ermittler geraten. Der Mann, der 2015 nach Deutschland kam und erfolglos einen Asylantrag gestellt hatte, ist wegen Diebstahls und sexueller Belästigung vorbestraft. Zwei Wochen nach der Tötung der 84-Jährigen wurde er in einer Einrichtung für Wohnungslose in Brandenburg an der Havel festgenommen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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