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Wintershall DEA streicht 800 Arbeitsplätze in Deutschland

Hamburg  

Wintershall DEA streicht 800 Arbeitsplätze in Deutschland

21.02.2019, 17:02 Uhr | dpa

Wintershall DEA streicht 800 Arbeitsplätze in Deutschland. Wintershall-Zentrale

Blick auf die Zentrale der Wintershall Holding GmbH, dem größten deutschen Erdöl- und Erdgasproduzenten. Foto: Uwe Zucchi/Archiv (Quelle: dpa)

Das künftige Öl- und Gasförderunternehmen Wintershall DEA will nach dem Abschluss des laufenden Fusionsprozesses 800 Arbeitsplätze in Deutschland streichen. Mehr als die Hälfte des Personalabbaus sei an den Konzernzentralen in Hamburg und Kassel vorgesehen, ein weiterer Teil an Förderstandorten, teilten die beiden Fusionspartner Wintershall und DEA am Donnerstag mit. Damit entfällt nach Angaben des Betriebsrats jeder zweite Arbeitsplatz des neuen Unternehmens in Deutschland. Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) sprach von einem herben Schlag für die Mitarbeiter.

Der DEA-Standort in Wietze (Kreis Celle) soll nach Angaben des Unternehmens geschlossen werden; das dort vorhandene Labor und Bohrkernlager ziehen nach Barnstorf (Kreis Diepholz) um. Bis zum 30. Juni 2020 haben Wintershall und DEA garantiert, auf betriebsbedingte Kündigungen und Standortschließungen zu verzichten. Der Betriebsrat ist skeptisch, ob das auch danach noch gelingt. Laut Mitteilung will Wintershall DEA auch 200 Stellen in Norwegen abbauen und damit insgesamt 1000 von 4200 Arbeitsplätzen weltweit. Die Gewerkschaft IG BCE kündigte Widerstand gegen die Pläne an.

Althusmann erklärte, die niedersächsischen Förderstandorte müssten sich der Umstrukturierung stellen, die den zunehmend schwierigen Wettbewerbsbedingungen auf dem Öl- und Gasmarkt geschuldet sei. "Dies bedeutet mit Sicherheit für die Belegschaft, ihre Familien und nicht zuletzt die Regionen einen tiefen Einschnitt." Die Fusion könne aber dazu beitragen, die Stabilität der Erdöl- und Erdgasförderung in Niedersachsen bei rückläufigen Fördermengen zu verbessern.

Wintershall und DEA hatten im vergangenen September ihre Fusion besiegelt und erwarten den Abschluss im ersten Halbjahr 2019. Damit entsteht Deutschlands führender Rohstoffkonzern mit rund fünf Milliarden Euro Umsatz, der weltweit an Öl- und Gasförderprojekten beteiligt ist.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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