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Gespräche zu Infinera ergebnislos: Einigungsstelle angerufen

Berlin  

Gespräche zu Infinera ergebnislos: Einigungsstelle angerufen

21.02.2019, 17:54 Uhr | dpa

Gespräche zu Infinera ergebnislos: Einigungsstelle angerufen. Demonstration vor dem Werkstor von Infinera

Protest bei Infinera. Foto: Paul Zinken/Archiv (Quelle: dpa)

Für die rund 400 Beschäftigten des von der Schließung bedrohten Berliner Werks des Netzwerkherstellers Infinera bleibt die Zukunft ungewiss. Gespräche des Betriebsrats mit der Arbeitgeberseite über einen Sozialplan wurden ohne Ergebnis beendet, teilten die Gewerkschaft IG Metall und der Münchner Rechtsanwalt Burkard Göpfert als Verhandlungsführer des Managements am Donnerstag mit. Nach Göpferts Angaben soll nun vor der Einigungsstelle unter Vermittlung eines neutralen Dritten eine Lösung gefunden werden.

Die Gewerkschaft warf der Gegenseite am Donnerstag vor, sie habe kein Interesse an einer sozialpartnerschaftlichen Lösung und verfolge eine "kalte Friss-oder-Stirb-Strategie aus dem Wilden Westen". Göpfert wies das zurück und betonte, er sei seit Wochen um eine Lösung auf betrieblicher Ebene bemüht.

Infinera stellt in Spandau optische Übertragungssysteme für schnelle Datenleitungen her, etwa auch für den künftigen Mobilfunkstandard 5G. Der Standort gehörte bis September zu Coriant und davor zu Siemens. Der US-Konzern Infinera übernahm Coriant zum 1. Oktober 2018.

Das Werk soll nun nach Gewerkschaftsangaben zum 30. September geschlossen und die Produktion nach Fernost verlegt werden. Inzwischen prüft das Bundeswirtschaftsministerium, ob Infinera sicherheitsrelevante Produkte herstellt. Die Gewerkschaft hofft, dass der Coriant-Verkauf dadurch hinfällig werden könnte. Göpfert teilte mit, ihm seien keine Gespräche mit dem Ministerium bekannt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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