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Wo deutsche Maler Freiheit lebten: Einfluss von Paris

Karlsruhe  

Wo deutsche Maler Freiheit lebten: Einfluss von Paris

22.02.2019, 11:35 Uhr | dpa

Wo deutsche Maler Freiheit lebten: Einfluss von Paris. Ausstellung "Paris, Paris!"

Das Gemälde mit dem Titel: "Die Seine und Notre Dame" von Otto Laible aus dem Jahr 1930. Gezeigt wird das Werk in der Städtischen Galerie in Karlsruhe im Rahmen einer Ausstellung mit dem Titel: "Paris, Paris! - Karlsruher Künstler an der Seine 1850-1930". Foto: Städtische Galerie Karlsruhe/Archiv (Quelle: dpa)

Bunte Landschaften und ungeschönte Akte - der Faszination von Paris bei deutschen Künstlern ist eine Schau in Karlsruhe auf der Spur. Die Ausstellung "Paris, Paris! Karlsruher Künstler an der Seine 1850 - 1930" zeigt anhand von rund 200 Exponaten Einflüsse auf deutsche Maler, Grafiker und Bildhauer.

Von diesem Samstag bis zum 2. Juni sind in der Städtischen Galerie Werke von 40 Künstlern der Karlsruher Akademie zu sehen, die sich seit Mitte des 19. Jahrhunderts ins Zentrum der Avantgarde aufmachten. Unter ihnen Franz Xaver Winterhalter, Anselm Feuerbach, Hans Thoma, Karl Albiker, Karl Hubbuch, Martha Kropp, Otto Laible und Wilhelm Schnarrenberger.

Paris und die französische Kunst zogen deutsche Künstler magisch an. Realismus, Impressionismus, Symbolismus oder die Väter der Moderne mit Vincent van Gogh, Paul Cézanne und Auguste Rodin - der rasche Wechsel der Kunstrichtungen faszinierte die Ankömmlinge, die vor allem eines wollten: den erstarrten Akademiebetrieb in Deutschland hinter sich lassen und an den privaten Akademien in Paris ihren eigenen künstlerischen Weg finden.

Die Ausstellung dokumentiert die Vielseitigkeit anhand von 80 Gemälden, 100 Zeichnungen und Druckgrafiken sowie 8 Plastiken. Zu sehen sind lichte Szenen wie in Wilhelm Schnarrenbergers "Boulevard du Montparnasse" (1931), zarte Stillleben von Otto Laible ("Frau am Fenster im gelben Kleid"/1932), expressive "Spaziergänger im Park" von Rudolf Levy (1910) oder fein gestrichelte Zeichnungen wie "Das Wahrzeichen" von Hubbuch (1926).

Für Künstlerinnen bedeutete Paris eine besondere Freiheitserfahrung: Sie konnten sich teils erstmals am echten nackten Menschen orientieren. In der Schau wird dies etwa anhand einer Reihe ungeschönter Akte von Clara Johanna Ris deutlich.

Legendärer Künstlertreffpunkt am Boulevard du Montparnasse war das Café du Dôme. Dort ging man hin, wenn man nur wenige Tage da war, wie Hans Thoma. Und auch, wenn man mehrere Jahre blieb, wie Anselm Feuerbach. Der Aufenthalt in der französischen Hauptstadt bedeutete für manche auch einen Karriereschub: Franz Xaver Winterhalter, der sich schon 1834 in Paris niederließ, avancierte später zum badischen Hofmaler und zum Liebling des europäischen Adels.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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