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Interesse junger Flüchtlinge an Ausbildung steigt

Potsdam  

Interesse junger Flüchtlinge an Ausbildung steigt

22.02.2019, 14:17 Uhr | dpa

Interesse junger Flüchtlinge an Ausbildung steigt. Junge Gefluechtete

Junge Gefluechtete werden im Unterricht der AMS Ausbildungsgesellschaft für Metalltechnik und Schweißer angeleitet. Foto: Oliver Killig/Archiv (Quelle: dpa)

Immer mehr junge Flüchtlinge wollen eine Berufsausbildung in Brandenburg machen. Die Zahl interessierter Flüchtlinge für Ausbildungsstellen sei im vergangenen Ausbildungsjahr um zwei Drittel auf 756 Bewerber gestiegen, teilte der Vorsitzende der Bundesagentur für Arbeit in Berlin-Brandenburg, Bernd Becking, am Freitag in Potsdam mit. Viele Interessenten hätten versorgt werden können. "Eine Berufsausbildung ist ein enorm wichtiger Schritt und ermöglicht ein selbstbestimmtes Leben in Deutschland", sagte Becking.

Von den 756 Interessenten nahmen 224 - rund 30 Prozent - in dem Ausbildungsjahr oder später tatsächlich eine Ausbildung auf. Der Anteil war im Ausbildungsjahr zuvor gleich hoch. Das geht aus dem Bericht der Arbeitsagentur über die Bewerber für Berufsausbildungsstellen im Kontext von Fluchtmigration hervor.

Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) forderte, dass die Potenziale ausländischer Jugendlicher auch genutzt werden. "Ausbildung und Arbeit sind der beste Weg, um Flüchtlinge in ihrem neuen Zuhause zu integrieren", erklärte Ernst bei einem Besuch des Oberstufenzentrums Johanna Just in Potsdam, an dem Azubis aus 34 Ländern lernen. An den insgesamt 25 Oberstufenzentren in Brandenburg werden derzeit fast 38 000 Schüler unterrichtet.

Das Bildungsministerium und die Arbeitsagentur sprachen allerdings auch davon, dass die Schulbildung geflüchteter Jugendlicher teilweise gering sei. Dennoch sei es geschafft worden, ihnen passende Unterstützung und Angebote in Schulen zu machen. Als Beispiel nannten sie Sprachförderung und Programme an Schulen zur Berufsorientierung.

Grünen-Fraktionschefin Ursula Nonnemacher sagte, für eine gelingende Integration müssten auch die kommunalen Ausländerbehörden mitspielen, die über den Aufenthaltsstatus junger Geflüchteter entscheiden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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