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Juweliersumsätze: Sorgen und Hitze schlecht für den Luxus

München  

Juweliersumsätze: Sorgen und Hitze schlecht für den Luxus

22.02.2019, 14:29 Uhr | dpa

Juweliersumsätze: Sorgen und Hitze schlecht für den Luxus. Verkäuferin mit Halsketten

Eine Verkäuferin holt auf der Schmuckmesse "Inhorgenta" in München einem Kunden eine Halskette von der Wand. Foto: Nicolas Armer (Quelle: dpa)

US-Präsident Donald Trump und Sommerhitze sind offensichtlich gleichermaßen schädlich für Juweliere: Die Umsätze im Fachhandel sind 2018 um 2,5 Prozent auf 4,6 Milliarden Euro zurückgegangen. Der Handelsverband Juweliere (BJV) machte dafür am Freitag die von Trump geschürten Handelskonflikte sowie die Hitzewelle 2018 verantwortlich. "Angst und Abschottung sind kein guter Nährboden für die Lust auf Luxus", sagte BVJ-Präsident Stephan Lindner zum Auftakt der Münchner Messe Inhorgenta, mit 1052 Ausstellern aus über 40 Ländern eines der international wichtigsten Branchentreffen für das Geschäft mit Schmuck und Uhren.

Neben der US-Politik nannte der Verbandschef auch den Austritt Großbritanniens aus der EU und die monatelange Regierungsbildung in Deutschland als Negativfaktoren. Die Sommerhitze hatte nach Einschätzung der Juweliere einen ganz direkten Effekt auf die Kunden: "Der Spaß am Einkaufsbummel verhält sich umgekehrt proportional zu den Temperaturen", sagte Lindner. Angesichts des Umfelds könnten die Juweliere jedoch zufrieden sein.

Die wenigen verbliebenen deutschen Uhrenhersteller meldeten für die ersten elf Monate stabile Umsätze von 375 Millionen Euro, wie der Bundesverband Schmuck+Uhren berichtete. Die Jahreszahlen liegen noch nicht vor. In der deutschen Uhrenindustrie sind lediglich 16 Firmen verblieben, die mehr als 50 Mitarbeiter haben - insgesamt arbeiten bundesweit nur noch 2500 Menschen in der Branche.

Eine wachsende Konkurrenz für die Produkte der europäischen Uhrenhersteller sind Smart Watches und Fitnessuhren. Der US-Konzern Garmin, der ursprünglich auf Navigation für Flugzeuge und Schiffe spezialisiert war, will sein Geschäft mit teuren GPS-Armbanduhren ausbauen: "Wie wir jetzt sehen, hat sich eine Zielgruppe gebildet, die Wearables und Smart Watches als Statussymbol trägt", sagte Kai Tutschke, Geschäftsführer von Garmin in Deutschland. Garmin plant, 30 neue Uhrenmodelle auf den Markt zu bringen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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