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EU-Kommission droht Telefónica mit Strafe

München  

EU-Kommission droht Telefónica mit Strafe

22.02.2019, 17:02 Uhr | dpa

Dem Mobilfunk-Anbieter Telefónica Deutschland (O2) droht nach der milliardenschweren Übernahme des Rivalen E-Plus eine saftige Geldstrafe. Das Unternehmen mit Sitz in München hat nach Ansicht der EU-Kommission gegen Zusagen verstoßen, die es vor der Übernahme 2014 gemacht hatte. Diese Bedenken habe man Telefónica Deutschland am Freitag übermittelt, teilte die Brüsseler Behörde mit. Zunächst handele es sich jedoch um einen vorläufigen Standpunkt.

Wenn sich die Haltung der EU-Kommission bestätigt, könnte die Behörde eine Geldstrafe von bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes von Telefónica Deutschland verhängen. Im vergangenen Jahr waren das 7,3 Milliarden Euro.

Telefónica Deutschland äußerte sich am Freitag "zuversichtlich, dass die Umsetzung dieser Auflage durch uns korrekt erfolgt ist". Das Unternehmen kündigte an, die Mitteilung der EU-Kommission zu prüfen und sich fristgerecht dazu zu äußern. Dafür hat die Gesellschaft bis zum 5. April Zeit. Der Aktienkurs der Telefónica Deutschland sackte nach der Nachricht merklich ab.

Bei dem Vorwurf der EU-Kommission geht es um einen besseren Zugang für Drittanbieter zum LTE-Mobilfunknetz von O2 in Deutschland. Der Kommission zufolge soll Telefónica Deutschland den Zugang für Drittanbieter zu dem schnellen Datennetz nicht wie vorgesehen "zu günstigsten Preisen" ausgeweitet haben. Dies habe den Wettbewerb auf dem deutschen Mobilfunkmarkt eingeschränkt.

EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager betonte, wie wichtig die Zusagen von Unternehmen für ihre Behörde bei der Prüfung von Übernahmen sind. Sie seien von "entscheidender Bedeutung, um zu gewährleisten, dass anschließend ein wirksamer Wettbewerb gewahrt bleibt und die Verbraucher nicht geschädigt werden". Die Zusagen müssten vollständig eingehalten werden.

Die EU-Kommission hatte die E-Plus-Übernahme im Juli 2014 unter Vorbehalt genehmigt. Telefónica Deutschland ließ sich den Deal damals mehr als acht Milliarden Euro kosten und machte mehrere Zusagen. Dadurch wollte die EU-Kommission gewährleisten, dass neue Unternehmen in den deutschen Mobilfunkmarkt eintreten können und bestehende Konkurrenten gestärkt werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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