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Tausende demonstrieren für mehr Geld im öffentlichen Dienst

Erlangen  

Tausende demonstrieren für mehr Geld im öffentlichen Dienst

26.02.2019, 09:10 Uhr | dpa

Tausende demonstrieren für mehr Geld im öffentlichen Dienst. Warnstreiks im Öffentlichen Dienst

Bei einem Warnstreik wird ein Plakat mit der Aufschrift "Pflege - Come in, burn out" in die Höhe gehalten. Foto: Nicolas Armer/Archiv (Quelle: dpa)

Rund 7 000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst haben in Bayern lautstark für mehr Geld demonstriert. Wenige Tage vor der voraussichtlich entscheidenden Verhandlungsrunde im Tarifstreit gingen die Angestellten am Dienstag in München, Regensburg, Nürnberg und Erlangen auf die Straße und trafen sich zu jeweils zentralen Kundgebungen. In mehreren Uni-Kliniken wird auch am Mittwoch noch gestreikt.

"Pflegeberufe - Scheißt nicht drauf", hatte etwa ein Streikender in München auf eine Klobrille geschrieben, die er um den Hals trug. Auf einem anderen Schild war der Spruch "Deine Mutter ist unterversorgt" zu lesen; die Demonstranten machten zudem mit Megafons und Trillerpfeifen auf sich aufmerksam. Aufgerufen hatten zu dem Ausstand die Gewerkschaften Verdi und der DBB Beamtenbund und Tarifunion. Verdi war mit dem Verlauf der Proteste zufrieden: Es hätten sich mehr als doppelt so viele Arbeiter beteiligt als erwartet.

Neben Beschäftigten aus Museen, Straßen- und Autobahnmeistereien, Studentenwerken, Ämtern, Theatern und der Schlösser- und Seenverwaltung waren auch Angestellte an Uni-Kliniken zu dem Warnstreik aufgefordert. Entsprechend kam es in Krankenhäusern in München, Regensburg und Erlangen zu längeren Wartezeiten.

In den Münchner Universitäts-Kliniken legten die Beschäftigten seit 5 Uhr die Arbeit nieder, berichtete Heinrich Birner von der Gewerkschaft Verdi. Weil sich die Pflegekräfte der Uni-Klinik in Großhadern dem Warnstreik am frühen Dienstagmorgen anschlossen, mussten 61 Betten gesperrt werden. Die Versorgung von Notfällen könne aber weiterhin gewährleistet werden.

In der Uni-Klinik Erlangen sei die Lage angespannt, sagte er. Vier Stationen mussten komplett gesperrt werden, in drei weiteren wurde die Bettenanzahl stark reduziert. Zusätzlich musste die OP-Kapazität verringert werden. "Derzeit können nur etwa 40 Prozent der OP-Säle genutzt werden", teilte der Pressesprecher der Uni-Klinik Erlangen am Dienstag mit.

Die Lage im Regensburger Uni-Klinikum beschrieb die Presseabteilung als relativ entspannt. Behandlungen und Operationen, die medizinisch nicht zeitkritisch seien, würden wegen des Warnstreiks verschoben.

Die Gewerkschaften fordern für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 200 Euro.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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