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"Bennet" stoppt Rosenmontagszüge - Herbstein im Glück

Fulda  

"Bennet" stoppt Rosenmontagszüge - Herbstein im Glück

04.03.2019, 05:36 Uhr | dpa

"Bennet" stoppt Rosenmontagszüge - Herbstein im Glück. Fastnachtsumzug

Zuschauer beim Fastnachtsumzug erwarten die Zugnummern und die Süßigkeiten. Foto: Frank Rumpenhorst (Quelle: dpa)

Sturm und Regen haben den hessischen Narren am Rosenmontag in mehreren Orten ganz erheblich den Spaß verdorben. Unter anderem in Fulda und Seligenstadt mussten die Umzüge kurzfristig abgesagt werden, weil es bei dem stürmischen Wetter zu gefährlich war. "Die Wunden und die Enttäuschung sitzen tief", sagte Jan-Christoph Frühauf von der Fuldaer Karneval-Gesellschaft. Ob der Zug nachgeholt werden kann, sei noch völlig unklar.

Beim Herbsteiner Springerumzug dagegen hatten die Straßenfastnachter Glück. In der Vogelsberg-Kleinstadt verzögerte sich wegen eines heftigen Regenschauers mit Windböen nur der Start. Zunächst stellten sich alle, die ein trockenes Plätzchen finden konnten, unter. Rund eine halbe Stunde nach dem geplanten Beginn um 10.11 Uhr ging es dann los.

Beim Springerzug steht der sogenannte Bajazz mit goldener Krone auf dem Kopf im Mittelpunkt des Geschehens. Die bunt kostümierte Leitfigur läuft, springt und tanzt in bestimmter Schrittfolge mehrere Stunden durch die Straßen. Der Springerzug geht auf einen alten Brauch zurück. Im 17. Jahrhundert brachten Tiroler Steinmetze diese Tradition mit nach Herbstein. "Es hat alles prima funktioniert", sagte ein Sprecher der Veranstalter. "Es war nur ein bisschen windig."

Der Deutsche Wetterdienst hatte für Montag in Hessen Sturmböen um die 75 Kilometer pro Stunde vorhergesagt. Bei kräftigen Schauern seien auch schwere Sturmböen bis 100 Kilometer pro Stunde möglich, teilten die Meteorologen in Offenbach mit.

In Fulda war der Rosenmontagszug nach einem Hoffnungsschimmer am Morgen kurz vor dem Start am Nachmittag wegen Sturmgefahr doch noch abgesagt worden. Die Karneval-Gesellschaft sei zu der Entscheidung gekommen, dass es nach aktuellen Wetterprognosen unverantwortlich wäre, den Zug auf die Strecke gehen zu lassen, teilte die Polizei mit.

Laut Feuerwehr waren bis zum Mittag in der Fuldaer Innenstadt bereits mehrere Bäume umgestürzt und Ziegel von den Dächern geweht worden. Am Vormittag hatten die Verantwortlichen zunächst geplant gehabt, den Zug unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen starten zu lassen. Unter anderem waren die Höhe der Aufbauten bei den Wagen auf drei Meter beschränkt und Pferde aus dem Programm genommen worden.

Eigentlich sollten in Fulda mehr als 260 Zugeinheiten und 4100 Teilnehmer für fröhliche Stimmung sorgen. Zehntausende Besucher waren am Rande der Strecke in der Innenstadt erwartet worden. Der Sprecher der Fuldaer Garden, Volker Rippert, sagte: "Bei dem Wetter will keiner die Verantwortung übernehmen. Wenn Dachziegel heruntergeweht werden, ist es einfach zu gefährlich." Vor drei Jahren war der Fuldaer Rosenmontagszug bereits wetterbedingt ohne große Wagen unterwegs gewesen. Trotz der Absage strömten viele Leute ins Fuldaer Kneipenviertel. Sie wollten sich die Partylaune offenbar nicht verhageln lassen.

Lange Gesichter gab es auch in Seligenstadt bei Offenbach, wo der Zug wegen "Bennet" kurzfristig abgesagt wurde. Geplant gewesen war ab 14.01 Uhr ein närrischer Umzug mit rund 100 Nummern, nach Angaben des Veranstalters wurden 40 000 Zuschauer erwartet. Der Seligenstädter Rosenmontagszug gehört zu den größten und traditionsreichsten im Rhein-Main-Gebiet. Nach Polizeiangaben wurde auch der Umzug in Neu-Isenburg im Kreis Offenbach abgesagt.

In Marburg ging der Rosenmontagsumzug dagegen um 13.33 Uhr wie geplant los, sagte ein Sprecher der Stadt. Rund 25 000 Zuschauer hätten am Rande der Strecke gestanden. Auch in Kiedrich und Assmannshausen im Rheingau konnte die Fastnacht wie geplant mit Umzügen gefeiert werden. Wie ein Polizeisprecher in Wiesbaden erläuterte, gab es nach einer Extra-Besprechung zwischen den Gemeinden und der Polizei grünes Licht.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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