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Lobbi: Weniger, aber brutalere rechte Angriffe

Neubrandenburg  

Lobbi: Weniger, aber brutalere rechte Angriffe

07.03.2019, 09:05 Uhr | dpa

Die Zahl der von der Opferberatung Lobbi registrierten rechtsmotivierten Angriffe ist im vergangenen Jahr leicht gesunken. Demnach schlugen die Täter 96 mal zu (2017: 109). Dabei seien 180 Personen direkt betroffen gewesen (Vorjahr: 172), teilte Lobbi am Donnerstag mit. Bei 30 Betroffenen habe es sich um Kinder und Jugendliche gehandelt. Trotz des Rückgangs liege die Zahl der Vorfälle weiter über dem Niveau von 2015, als die rassistische Mobilisierungswelle begonnen habe, erklärte Lobbi.

"Auch für 2018 kann trotz der rückläufigen Zahlen nicht von einer Beruhigung der Lage gesprochen werden. Vielmehr registrieren wir, dass die Hemmschwelle der Täter immer weiter fällt", sagte Robert Schiedewitz von Lobbi. Bei der Hälfte der Angriffe habe es sich um gefährliche Körperverletzungen gehandelt, der höchste Wert bislang. Häufigstes Motiv bei Angriffen sei wie in den Vorjahren Rassismus mit 70 Fällen gewesen, doch auch alternative Jugendliche und Verantwortungsträger seien Ziele.

Regionaler Schwerpunkt bei Angriffen war demnach Rostock, wo 35 Vorfälle registriert wurden (Vorjahr: 18). Als Gründe machen die Berater kontinuierliche rassistische Propaganda und eine wieder stärker organisierte rechte Szene aus. Gleichwohl gebe es in der Hansestadt auch ein dichteres Unterstützernetzwerk, das Berichte über rechte Angriffe weitertrage und Betroffene an Lobbi vermittele.

Das Innenministerium hatte im Januar unter Verweis auf vorläufige Daten nur 42 rechte Gewalttaten in 2018 gezählt. Viele Betroffene würden Übergriffe jedoch gar nicht bei der Polizei anzeigen, sagte Schiedewitz. "Häufig wollen Betroffene nach dem Angriff einfach zur Ruhe kommen, haben Angst vor weiteren Angriffen aus Rache oder haben schlichtweg andere Problemlagen zu bewältigen und nehmen deshalb Abstand von einer Anzeige."

Auch schlechte Vorerfahrungen mit den Behörden spielten manchmal eine Rolle. Eine konsequente Ächtung rechter Gewalt durch die Gesellschaft und beharrliche Strafverfolgung seien am wirksamsten, um Signale sowohl an die Täter als auch an die Betroffenen zu senden, erklärte Schiedewitz.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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