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Debatte um möglichen muslimischen CDU-Kanzler im Jahr 2030

Wetzlar  

Debatte um möglichen muslimischen CDU-Kanzler im Jahr 2030

07.03.2019, 12:13 Uhr | dpa

Debatte um möglichen muslimischen CDU-Kanzler im Jahr 2030. CDU-Politiker Ralph Brinkhaus

CDU-Politiker Ralph Brinkhaus. Foto: Bodo Schackow (Quelle: dpa)

Eine Äußerung von Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (CDU) über einen möglichen muslimischen CDU-Kanzler sorgt in der Partei für Diskussionen. Die Debatte sei nicht nachvollziehbar und mit den Grundwerten der Partei unvereinbar, sagte der baden-württembergische CDU-Bundestagsabgeordnete Eberhard Gienger der "Bild"-Zeitung (Donnerstag). "Das "C" im Parteinamen ist ja nicht willkürlich gewählt worden."

Brinkhaus hatte dem Mediendienst Idea auf die Frage, ob ein Muslim im Jahr 2030 für die CDU Bundeskanzler werden könne, geantwortet: "Warum nicht, wenn er ein guter Politiker ist und er unsere Werte und politischen Ansichten vertritt." Das Interview wurde bereits Ende Februar veröffentlicht.

Mecklenburg-Vorpommerns CDU-Chef Vincent Kokert sagte der "Bild" dazu: "Beim besten Willen, ich kann nicht glauben, dass Ralph Brinkhaus das gesagt hat - nein, das glaube ich nicht." Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hingegen pflichtete Brinkhaus in dem Blatt bei: "Selbstverständlich könnte auch ein muslimischer Christdemokrat, ein Hindu oder ein Atheist für die CDU Bundeskanzlerin werden."

Brinkhaus hatte in dem Idea-Interview weiter ausgeführt, die CDU sei eine Volkspartei, da gebe es ein breites Meinungsspektrum. "Für mich ist nicht entscheidend, welcher Religion ein Mensch angehört, sondern welche Werte er hat. Die CDU ist keine Religionsgemeinschaft - das unterscheidet uns von der katholischen Kirche, in der ich Mitglied bin."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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