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Katholische Kirche will ein Drittel Frauen auf Leitungsebene

Lingen (Ems)  

Katholische Kirche will ein Drittel Frauen auf Leitungsebene

12.03.2019, 01:15 Uhr | dpa

Die katholische Kirche hat den Anteil von Frauen in Leitungspositionen binnen fünf Jahren gesteigert, weiterhin aber bremsen Hürden den Aufstieg von Frauen. Dies geht aus einer bei der Frühjahrstagung der Deutschen Bischofskonferenz am Dienstag in Lingen vorgestellten Studie hervor. Auf der oberen Leitungsebene steigerte sich der Frauenanteil von 2013 bis 2018 demnach von 13 auf rund 19 Prozent. Auf der mittleren Leitungsebene stieg der Frauenanteil von rund 19 auf 23 Prozent. Nach dem Willen der Bischofskonferenz soll der Frauenanteil in Leitungspositionen künftig auf ein Drittel und mehr gesteigert werden. Eine verpflichtende Quote ist nicht geplant.

Trotz der Förderung von Frauen für den Aufstieg in Führungsämter sei der erreichte Anteil nicht zufriedenstellend, sagte der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode, der die Studie vorstellte. Das für das vergangene Jahr bereits gesteckte Ziel von 30 Prozent Frauen in Leitungsämtern sei verfehlt worden. Gründe seien fehlende Vorbilder für Frauen, eine weiterhin traditionelle Aufgabenzuschreibung und fehlende Teilzeitmöglichkeiten. Nach der Studie sind etliche Leitungsfunktionen weiterhin mit Klerikern besetzt und es gibt eine geringe Fluktuation. Zu dem seit Langem diskutierten Aufstieg von Frauen auch in geistliche Ämter, die ihnen in der katholischen Kirche verwehrt sind, machte die Bischofskonferenz keine Zusagen.

Um mehr Frauen für Spitzenämter in der Kirche zu gewinnen, empfiehlt die Studie eine Veränderung in der Organisationskultur, die sie für entscheidend hält dafür, wer Führung übernehmen will. Nötig seien Zielvereinbarungen und Gleichstellungsordnungen sowie eine gezielte Personalentwicklung.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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