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Kinderporno-Verdacht: Staatsanwaltschaft ermittelt zu Diakon

Trier  

Kinderporno-Verdacht: Staatsanwaltschaft ermittelt zu Diakon

13.03.2019, 10:22 Uhr | dpa

Kinderporno-Verdacht: Staatsanwaltschaft ermittelt zu Diakon. Klinikum Mutterhaus

Das Klinikum Mutterhaus der Borromaeerinnen in Trier. Foto: THOMAS FREY/Archiv (Quelle: dpa)

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Diakon der katholische Kirche im Bistum Trier wegen des Verdachts des Besitzes kinderpornografischer Schriften. Er soll eine Datei mit einer Abbildung kinderpornografischen Inhalts auf einer Online-Plattform zum Tausch mit anderen Nutzern im Internet hochgeladen haben, teilte der Leitende Oberstaatsanwalt Peter Fritzen am Mittwoch in Trier mit. Der Verdacht beruhe auf Erkenntnissen, die US-amerikanische Ermittlungsbehörden bei Internetermittlungen gewonnen und an die deutschen Behörden weitergegeben hätten.

Bei einer Durchsuchung der Wohnung des Beschuldigten im Februar sei Datenmaterial beschlagnahmt worden, das derzeit ausgewertet werde, sagte Fritzen. Der Beschuldigte sei bislang strafrechtlich nicht in Erscheinung getreten. Fritzen wies darauf hin, dass bis zu einer etwaigen Verurteilung des Mannes die Unschuldsvermutung gelte.

Aufgrund der Ermittlungen beurlaubte das Bistum Trier den Diakon mit sofortiger Wirkung. Ein kirchenrechtliches Voruntersuchungsverfahren sei eingeleitet worden, teilte die Pressestelle am Mittwoch in Trier mit. Der Mann ist ein sogenannter Diakon mit Zivilberuf: Er war bis vor kurzem im Trierer Klinikum Mutterhaus tätig.

Am Mittwoch gab das Klinikum bekannt, sich wegen des Verdachts von dem Mitarbeiter getrennt zu haben. Der Mann habe das Mutterhaus selbst über die Ermittlungen informiert, teilte die Sprecherin der Klinik mit. Noch am selben Tag sei das Arbeitsverhältnis mit ihm einvernehmlich beendet worden. "Er ist seitdem nicht mehr im Haus gewesen", sagte sie.

Die Trennung von dem Mitarbeiter sei in den vergangenen Tagen erfolgt, sagte die Sprecherin der Klinik. Es gebe keine Anhaltspunkte dafür, dass sich der Mann bei der Ausübung seines Berufes strafbar gemacht habe. Der Vorwurf beziehe sich auch nicht auf die Tätigkeit des Mannes als Diakon, teilte das Bistum Trier mit. Auch andere Vorwürfe gegen ihn seien nicht bekannt.

Dennoch sehe sich das Bistum Trier nach seinen Leitlinien "aus präventiven Gründen zu der Beurlaubung verpflichtet. Und das Klinikum ahnde im Sinne einer "Null-Toleranz-Politik" bewusstes, rechtswidriges Fehlverhalten und Verstöße gegen interne Richtlinien konsequent und ohne Rücksicht auf Rang und Position der handelnden Personen, hieß es. Nach Kenntnis der Klinik hat es einen solchen Fall bei Mitarbeitern des Mutterhauses noch nicht gegeben.

Ein Diakon im Zivilberuf bringt seinen Glauben in den Berufsalltag ein und lebt ihn dort. Außerhalb seiner beruflichen Tätigkeit wirkt er als Diakon in der Seelsorge einer Kirchengemeinde mit.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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