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Klimastreiks in 20 Städten im Norden: NDR: 15 000 Teilnehmer

Kiel  

Klimastreiks in 20 Städten im Norden: NDR: 15 000 Teilnehmer

15.03.2019, 01:53 Uhr | dpa

Klimastreiks in 20 Städten im Norden: NDR: 15 000 Teilnehmer. Demonstration "Fridays for Future"

Bei der Demonstration unter dem Motto "Fridays for Future" werden verschiedene Plakate in die Höhe gehalten. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv (Quelle: dpa)

Mehrere tausend Jugendliche haben am Freitag in Schleswig-Holstein für den Klimaschutz demonstriert. In Kiel, Flensburg, Lübeck, Rendsburg und vielen anderen Städten versammelten sich Schüler, Studenten und auch Eltern, um eine andere Klimapolitik zu fordern. Die größte Demonstration des Landes gab es in Kiel. Dort versammelten sich nach Polizeiangaben rund 5000 Menschen.

Auch in kleineren Städten wie Ratzeburg, Mölln und Bad Oldesloe blieben Schüler dem Unterricht fern, um sich stattdessen an den "Fridays for Future" - Demonstrationen zu beteiligen. Insgesamt gab es in 20 Städten Schleswig-Holsteins Kundgebungen. Daran hätten sich mehr als 15 000 Schüler und Studenten beteiligt, berichtete der Norddeutsche Rundfunk auf seiner Internetseite.

In Lübeck zogen nach Angaben der Veranstalter rund 2800 Schüler durch die Innenstadt. Die Polizei sprach von 2000 Teilnehmern. "Ich bin hier, weil ich einen schnelleren Kohleausstieg will", sagte Mats Kauder vom Ostseegymnasium Timmendorfer Strand (Kreis Ostholstein). Er selbst fahre immer mit dem Fahrrad zur Schule und kaufe bevorzugt einheimische Produkte, um das Klima zu schützen, sagte der 15-Jährige. "Es ist höchste Zeit zum Handeln", sagte er.

Unterstützung bekamen die Jugendlichen auch von Erwachsenen. Christian Matthiessen und Mitglieder des Gewerkschaftschors "Brot & Rosen" sangen auf der Kundgebung einige eigens umgedichtete Lieder. "Das Engagement der Schüler finden wir toll. Als wir hörten, dass auch Erwachsene willkommen sind, haben wir beschlossen mitzumachen", sagte der 70-Jährige.

Die Demonstrationen zeigten die große Unzufriedenheit mit der Klimapolitik in Deutschland, sagte der Spitzenkandidat der Grünen für die Europawahl im Mai, Rasmus Andresen. "Statt die Schülerinnen und Schüler zu beschimpfen, sollten wir zuhören und konkrete Klimapolitik machen", sagte er.

Weltweit fanden am Freitag etwa 1700 Kundgebungen und Schülerstreiks statt, davon mehr als 200 in Deutschland. Symbolfigur der Protestwelle ist die 16-jährige schwedische Schülerin Greta Thunberg, die seit August 2018 immer freitags für einen beherzteren Kampf gegen den Klimawandel demonstriert statt zur Schule zu gehen. Sie ist inzwischen zu einer Ikone für Klimaschützer rund um die Welt geworden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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